Sport

Nach Mercedes-Ausstieg Auch Audi und BMW zweifeln an DTM

4ba1661c31753636701eed58e6c7c578.jpg

Stop für Mercedes - der Automobilhersteller hat seinen Rückzug aus der DTM angekündigt.

(Foto: imago/HochZwei)

Die Tourenwagenserie DTM wird kräftig durcheinandergewirbelt: Der Ausstieg von Mercedes lässt die verbliebenen Konkurrenten Audi und BMW an der Zukunft zweifeln. Der Vermarkter stellt bereits ein neues Konzept in Aussicht.

Die Automobilhersteller Audi und BMW haben nach der Rückzugsankündigung von Konkurrent Mercedes aus der DTM zum Ende der Saison 2018 ein eindeutiges Bekenntnis zur Tourenwagenserie vermieden. "Die Konsequenzen für Audi und die DTM sind adhoc nicht absehbar", sagte Motorsportchef Dieter Gass. Es gelte nun, "diese neue Situation mit allen Beteiligten zu analysieren, Lösungen zu finden und etwaige Alternativen zur DTM zu bewerten."

Zugleich unterstrich Gass allerdings, das "Engagement im internationalen Top-Tourenwagen-Sport" sei für den Ingolstädter Konzern "ein wichtiger Bestandteil der werkseitigen Motorsport-Strategie." BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sagte, man werde "diese neue Situation nun bewerten". Sowohl Gass als auch Marquardt bedauerten den Rückzug des Konkurrenten, der in 26 von 31 Saisons in der DTM vertreten war und dabei bislang zehn Fahrertitel sowie 13 Markentitel gewann.

Drei konkurrierende Hersteller nötig

Die Verantwortlichen der Rennserie hatten sich nach der Rückkehr von BMW 2012 darauf geeinigt, dass die Serie mindestens drei konkurrierende Hersteller benötigt. Auch der Träger und Vermarkter der DTM "bedauert den Schritt von Mercedes. Wir müssen die Entscheidung sportlich fair respektieren", teilte die ITR (Internationale Tourenwagen Rennen) mit. "Die DTM ist eine der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt. Mercedes hat den Ausstieg mit weitem Vorlauf angekündigt. Damit bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen."

Mercedes hatte am Montagabend angekündigt, sein Engagement in der DTM zum Ende der kommenden Saison zu beenden und stattdessen ab 2019 in der Elektroserie Formel E werkseitig an den Start zu gehen. Durch die "strategische Neuausrichtung" will Mercedes, das zudem mit großem Erfolg seit 2010 in der Formel 1 mit einem Werksteam tätig ist, seine Position im Bereich Elektromobilität stärken. Auch Audi (ab der Saison 2017/18) und BMW (ab 2018/19) engagieren sich zukünftig in der Formel E.

Quelle: n-tv.de, ara/sid/dpa

Mehr zum Thema