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Ausstehende Honorare Becker verklagt seinen Ex-Manager

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Vor Gericht will Boris Becker seinen Anspruch durchsetzen.

(Foto: dpa)

Vier Jahre lang beschäftigt Boris Becker einen Manager dafür, dass der ihm Auftritte bei Events verschafft. Mit dem Verlauf der Geschäfte ist Becker aber offenbar unzufrieden - ein Gericht soll nun klären, ob der ehemalige Tennis-Star noch Anspruch auf Honorare hat.

Ex-Tennisstar Boris Becker zieht gegen einen seiner ehemaligen Manager Sascha Rinne vor Gericht. Der frühere Wimbledon-Sieger habe Klage gegen den Mann eingereicht, erklärte eine Sprecherin des Kölner Landgerichts. Laut Klage sollte Rinne Becker zwischen 2013 und 2017 Auftritte auf Werbeveranstaltungen und bei anderen Events verschaffen. Dem Gericht zufolge nimmt Becker an, dass ihm dabei Honorare vorenthalten worden seien.

Demnach sollen beide Seiten einst einen mündlichen Vertrag geschlossen haben. Mit der Abwicklung sei Becker dann aber im Laufe der Geschäftsbeziehung nicht einverstanden gewesen. Der vorläufige Streitwert sei von der Klägerseite mit 100.000 Euro angegeben worden, sagte die Gerichtssprecherin. Verhandlungstermin ist am 19. Januar, das Gericht hat persönliches Erscheinen angeordnet.

Beckers Anwalt bestätigte den grundsätzlichen Sachverhalt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe zunächst jedoch nur um eine "umfassende Auskunft zu den vermittelten Verträgen", teilte er mit. Becker wird laut seinem Anwalt den Termin nicht persönlich wahrnehmen können, weil er an dem Tag der mündlichen Verhandlung unter anderem wegen des Tennisturniers Australian Open in Australien sein werde. Der Anwalt der Gegenseite äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Sachverhalt.

Becker hat in den vergangenen Monaten mehrfach Spekulationen um eine finanzielle Schieflage zurückgewiesen. "Es ist falsch, dass ich pleite bin", hatte der 49-Jährige der "Neuen Zürcher Zeitung" zuletzt gesagt. Gegen ihn als Privatperson laufe zwar ein Insolvenzverfahren, seine Firmen - Becker Private Office in Großbritannien und BB SARL in der Schweiz - seien nicht direkt betroffen, so der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner.

Quelle: n-tv.de, jgu/AFP/dpa

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