Sport

"An die WM denkt keiner mehr" DHB-Auswahl will fix das EM-Ticket lösen

b0911a22433285e2a8d005adb6cac359.jpg

Überragend: Torhüter Andreas Wolff, hier mit Hendrik Pekeler.

(Foto: imago/Heuberger)

Titelverteidiger Deutschland kann mit einem Sieg gegen Slowenien die Qualifikation für die Europameisterschaft schon jetzt perfekt machen. Handball-Bundestrainer Christian Prokop fordert daher volle Konzentration. Die Mannschaft scheint dazu bereit.

Nach dem glanzvollen Auftritt in Slowenien wollen Deutschlands Handballer im Rückspiel gegen den WM-Dritten mit einer weiteren Gala vorzeitig das EM-Ticket lösen. Bundestrainer Christian Prokop nahm nach dem 32:23-Sieg in Ljubljana daher prompt sein Team vor der Partie an diesem Samstag (ab 16.10 Uhr/ARD) im westfälischen Halle in die Pflicht. "Die Slowenen hatten keine Chance, weil unsere Leistung in allen Bereichen top war. Das wollen wir wiederholen, da muss man wieder an das Maximum gehen. Nur einmal reicht nicht."

Der klare Sieg beim Pflichtspieldebüt des Bundestrainers hat Prokop und der Mannschaft nach der verkorksten WM mit dem Aus im Achtelfinale erst einmal den Druck genommen. "An die WM denkt keiner mehr. Wir haben eine neue Ära, einen neuen Trainer, neuen Aufwind und große Ziele vor der Brust. Die gilt es zu erreichen", gab der überragende Torwart Andreas Wolff das Motto vor. Eine frühzeitige Qualifikation für die Endrunde 2018 in Kroatien wäre ganz nach dem Geschmack aller Beteiligten. "Wenn wir das EM-Ticket lösen, würde uns das vor den letzten zwei Gruppenspielen Mitte Juni die Möglichkeit geben, im Training mehr neue Dinge einzustudieren", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

"Es geht darum, ein Zeichen zu setzen"

Ein Selbstläufer wird die Partie jedoch nicht. "Slowenien wird sich sicher etwas einfallen lassen. Das ist ein sehr ernstzunehmender Gegner", warnte Prokop. Auch Wolff richtet sich wieder auf viel Arbeit ein: "Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter, denn das kann genauso gut in die andere Richtung gehen. Diese Mannschaft ist sehr gefährlich, kann mit voller Wucht zurückschlagen." Hanning sagte, die Einstellung werde entscheidend für den Spielausgang sein. "Es gilt, die gleiche Motivation an den Tag zu legen wie im Hinspiel. Alle müssen bereit sein, noch einmal das Gleiche abzurufen."

Dazu scheint die Mannschaft bereit. "Es ist unser Anspruch, am Samstag ein ähnliches Spiel hinzulegen und zu gewinnen", sagte Kapitän Uwe Gensheimer. Der Weltklasse-Linksaußen von Paris St. Germain musste sich nach der Rückkehr aus Slowenien wegen einer Blessur an der linken Hand allerdings behandeln lassen. Erneut ausfallen wird wohl Kai Häfner, bei Steffen Weinhold besteht dagegen Hoffnung auf einen Einsatz. Unabhängig vom Personal sagte Wolff: "Es geht darum, einen starken Gegner erneut in die Schranken zu weisen, um ein Zeichen zu setzen, dass wir eine Spitzenmannschaft haben."

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema