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Vierfach-Triumph in Lathi Deutsche Kombinierer räumen bei WM ab

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Rein deutsches Podium: Johannes Rydzek (M.) siegt vor Eric Frenzel (r.) und Björn Kircheisen.

(Foto: AP)

Die deutschen Kombinierer sind auch bei der Ski-WM das Maß der Dinge: Johannes Rydzek und seine Kollegen laufen ihrer Konkurrenz nach weiten Sprüngen uneinholbar davon. Mit den Plätzen Eins bis Vier untermauern sie ihre Favoritenrolle für die Staffel.

Kombinierer Johannes Rydzek (Oberstdorf) hat bei der WM in Lahti Gold im Wettkampf von der Normalschanze geholt und beim historischen deutschen Vierfachsieg seinen Titel erfolgreich verteidigt. Silber sicherte sich Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Bronze ging an Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Fabian Rießle (Breitnau) wurde Vierter. Es waren die ersten Medaillen für den Deutschen Skiverband (DSV) bei den Titelkämpfen in Finnland.

Der 25 Jahre alte Rydzek, der im Ziel 14,9 Sekunden vor seinem großen Rivalen Frenzel lag, zog mit seinem dritten WM-Titel mit Frenzel sowie Bundestrainer Hermann Weinbuch gleich. Am Sonntag können Rydzek und Frenzel mit einer weiteren Goldmedaille in der Staffel den deutschen Rekordmann Ronny Ackermann einholen, der viermal Kombinations-Weltmeister war.

"Einfach Wahnsinn"

Es fällt mir schwer, dafür Worte zu finden. Ich bin emotional sehr mitgenommen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Das ist ein unglaublich schöner Tag. Einfach Wahnsinn", jubelte Rydzek über den dritten Gold-Coup seiner Karriere. Auch Silbermedaillengewinner Frenzel hadert nicht: "Johannes war heute sehr stark. Ich habe alles gegeben und kann ihm nur gratulieren."

Kircheisen, der 30 Sekunden nach Rydzek ins Ziel kam, holte seine elfte WM-Medaille - mehr hat kein Kombinierer gewonnen. "Ich habe mich körperlich exzellent gefühlt und bis zum Schluss gebissen und gefightet", berichtete Kircheisen. "Ich freue mich, dass ich mir die Medaille abgeholt habe."

Der zweimalige Saisonsieger Rießle (+32,2) hatte auf dem letzten Kilometer die etwas schwächeren Beine. Das deutsche Quartett ist in der Staffel am Sonntag der haushohe Goldfavorit. Als fünfter deutscher Starter kam Manuel Faißt (Baiersbronn) am Freitag auf Platz 17.

Gesamtweltcup-Spitzenreiter Rydzek, der bereits vor zwei Jahren in Falun von der Normalschanze triumphiert hatte, war als Zweiter mit 14 Sekunden Rückstand auf Frenzel in die Loipe gegangen. Nach anderthalb Kilometern schloss er auf, bei der Halbzeitmarke zog Rydzek davon.

Quelle: n-tv.de, ara/sid/dpa

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