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Oilers schon vor dem Aus Draisaitl glänzt, doch es hilft nichts

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Leon Draisaitl überfordert die Blackhawks zwar zeitweise, der Rest seiner Oilers liefert aber derzeit zu wenig.

(Foto: AP)

Trotz einer starken Leistung von Leon Draisaitl droht den Edmonton Oilers in der Quali-Serie für die Playoffs der NHL das frühe Aus. Der Ausnahmestürmer trifft gegen die Chicago Blackhawks zwar zwei Mal und legt einen Treffer auf, doch die zweite Pleite kann er nicht verhindern.

Über seinen Frust hätte Leon Draisaitl gar keine Worte mehr verlieren müssen, man sah dem deutschen Eishockey-Star die bittere Enttäuschung nur zu gut an. Mit hängenden Schultern und gesenktem Blick saß er da, strich sich immer wieder mit der Hand übers Gesicht und versuchte zu begreifen, warum die Edmonton Oilers trotz einer weiteren Gala des Kölners schon in der Play-off-Qualifikationsrunde der NHL vor dem Aus stehen.

"Natürlich bin ich enttäuscht nach dieser unnötigen Niederlage", sagte Draisaitl nach dem 3:4 gegen die Chicago Blackhawks, durch das die Oilers in der Best-of-Five-Serie mit 1:2 in Rückstand geraten sind. "Wir haben uns zu viele Strafzeiten eingebrockt und das hat den Spielrhythmus immer wieder unterbrochen", resümierte der 24-Jährige. Als Topscorer der Hauptrunde ist Draisaitl der überragende Akteur in der besten Liga der Welt, er spielt die Saison seines Lebens.

Und auch am Mittwochabend glänzte er in der heimischen Halle wieder einmal, erzielte zwei Tore selbst und legte seinem kongenialen Sturmpartner Connor McDavid den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 auf. Die Führung hatte aber nur bis fünf Minuten vor Ende Bestand, ehe Chicago die Partie mit zwei späten Toren auf den Kopf stellte.

"Nichts übertrumpft den Stanley Cup"

Und so könnte es gut sein, dass Draisaitl wieder einmal zuschauen muss, wenn es in die heiße Phase im Rennen um den Stanley Cup geht. Die Oilers benötigen nun zwei Siege in Folge gegen die Blackhawks, bei einer Niederlage ist die Saison der Kanadier vorbei. Am Freitagabend kommt es zum vierten Spiel, der Sieger der Serie zieht ins Achtelfinale der Play-offs ein.

Trophäen könnte es für den Nationalspieler auch bei einem Ausscheiden noch zuhauf geben. So gehört Draisaitl nicht nur zu den drei Finalisten um den Ted Lindsay Award, der Wahl des herausragenden Profis der regulären Saison durch die Spielergewerkschaft NHLPA. Er ist auch unter den drei Kandidaten für die Hart Memorial Trophy, mit welcher der wertvollste Spieler der regulären Saison (MVP) ausgezeichnet wird.

So schön diese individuellen Titel auch wären - für Draisaitl hätten sie aber nur eine untergeordnete Rolle. "Es ist eine Ehre, nominiert zu werden, und natürlich bin ich da auch stolz drauf", sagte er zuletzt im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst: "Aber nichts übertrumpft den Stanley Cup." Und deshalb soll der Kampf um den wichtigsten Pokal der Eishockey-Welt nicht am Freitag schon vorbei sein.

Quelle: ntv.de, tno/sid