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WM- und Saison-Aus nach Crash Ferstl stürzt auf der Kandahar spektakulär

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"Es geht mir den Umständen entsprechend gut."

(Foto: dpa)

Die deutschen Skirennfahrer verpassen die Top Ten bei der letzten Abfahrt vor der WM in Cortina d'Ampezzo. Dominik Schwaiger lag beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen als bester Starter des DSV auf Rang zwölf. Josef Ferstl stürzt schwer und bekommt eine bittere Diagnose.

Die deutschen Abfahrer um Sturzopfer Josef Ferstl haben die Top Ten beim "Heimspiel" in Garmisch-Partenkirchen verpasst und damit die WM-Generalprobe in der Königsdisziplin verpatzt. Ferstl verletzte sich bei seinem schwer und muss die Saison vorzeitig beenden, er verpasst damit also auch die WM. Der 32-Jährige vom SC Hammer war nach einem Innenski-Fehler am Seilbahnstadl-Sprung abgehoben und hart auf die Piste geprallt. Ferstl zog sich dabei einen Muskelbündelriss im linken Hüftbeuger sowie ein angebrochenes linkes Sprunggelenk zu. Er wird damit acht bis zehn Wochen ausfallen. Dies ergab eine MRT-Untersuchung vor Ort.

Ferstl war nach seinem Aufprall mit dem Rücken ins Sicherheitsnetz gekracht, das er dabei aus der Verankerung riss. Ferstl rappelte sich jedoch auf und konnte selbst zu Tal fahren. Zunächst deutete nichts auf eine solch schwere Blessur hin. "Diese Verletzung wenige Tage vor den Weltmeisterschaften ist natürlich bitter. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist. Ich werde die Verletzungen ausheilen und dann in die Vorbereitung für die Olympiasaison einsteigen", sagte der frühere Kitzbühel-Sieger.

"Gute Motivation" für Schwaiger

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Dominik Schwaiger (+1,36 Sekunden) belegte beim Sieg des Südtirolers Dominik Paris als bester Deutscher Rang zwölf - doch die arrivierten Athleten enttäuschten: Romed Baumann (+1,53) lag nach 30 Startern auf Platz 14, Andreas Sander wurde direkt vor Simon Jocher nur 24. Super-G-Weltmeister Paris feierte den ersten Sieg nach seinem Kreuzbandriss im Januar 2020. Der Schweizer Beat Feuz belegte Platz zwei (+0,37). Dritter wurde Mattias Mayer aus Österreich (+0,40).

Schwaiger freute sich über sein "cooles Ergebnis und eine gute Motivation für die WM". Mit seiner zweiten Fahrt unter die besten 15 erfüllte er dafür auch nominell die Norm. Dreßen, der nach seiner Hüft-OP Ende November wieder einsteigt, fühlte sich im Vergleich zum Training am Donnerstag "schon besser". Bei seiner Fahrt habe er sich an seinen Vorjahressieg erinnert, "da kommen die Emotionen wieder". Baumann patzte an der Einfahrt zur "Hölle", womit ihm das Tempo für den Schlussteil fehlte. "Wenn der Fehler nicht ist, ist das ein Resultat, das passt", sagte er: "Abhaken, weiter gehts."

Quelle: ntv.de, tno/dbe/sid

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