Fußball-WM 2019

Damen besiegen Chile DFB-Elf fährt mit gutem Gefühl zur WM

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Jubel bei den DFB-Damen.

(Foto: dpa)

Das lässt doch hoffen: Beim letzten Testspiel vor der Fußball-WM der Frauen spielen die deutsche Nationalspielerinnen stark auf. Gegen Chile gelingt ihnen ein klarer Sieg - das Team tankt Selbstbewusstsein für das erste Gruppenspiel.

Die Zuschauer schwenkten unermüdlich ihre Deutschland-Fähnchen und verabschiedeten die Spielerinnen mit viel Applaus zur "Tour de France" - doch die Bundestrainerin wollte nur ganz schnell bei ihren Schützlingen sein. Im Sprint eilte Martina Voss-Tecklenburg (MVT) nach der gelungenen WM-Generalprobe zu den deutschen Fußballerinnen und schwor sie im Mannschaftskreis lautstark auf die Endrunde ein.

"Ein Sieg ist immer wichtiger für den Kopf. Die Art und Weise hat uns sehr zufriedengestellt", sagte MVT im Anschluss an das 2:0 (2:0) gegen Chile in der ARD: "Es wird sportlich eine extrem enge WM. Aber wir freuen uns darauf. Wir werden jetzt noch das ein oder andere analysieren und wollen dann mit ganz viel Mut und Selbstbewusstsein ins erste Spiel gehen."

Dieses erste Spiel des zweimaligen Weltmeisters bei der Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) steigt am 8. Juni in Rennes gegen China. Der Sieg gegen Chile hat große Hoffnungen geweckt. Spielführerin Alexandra Popp (29.) und Carolin Simon (45.+2) trafen in Regensburg für die überzeugende Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die den WM-Neuling aus Südamerika trotz der bekannten Mängel bei der Chancenverwertung klar beherrschte.

"Präzision muss noch kommen"

"Man hat die Spielfreude der Mädels gesehen. Es hätten nur ein, zwei Tore mehr sein können", kommentierte Torhüterin Almuth Schult den Auftritt der Deutschen, die zuletzt sechs Tage im Trainingslager in Grassau geackert hatten: "Die Präzision muss noch kommen. Aber auch ein 2:0 gibt bei der WM drei Punkte."

Für die Torhüterin des Double-Gewinners VfL Wolfsburg sieht es mit Blick auf die WM gut aus. Schult hat ihre Schulterverletzung offenbar überwunden. Sie habe "keine Probleme" gehabt, sagte die 28-Jährige, die allerdings nicht einmal geprüft wurde. Die 10.135 Zuschauer, darunter DFB-Interimspräsident Rainer Koch, sahen ein Spiel auf ein Tor.

Die deutsche Spielmacherin Dzsenifer Marozsan vom Champions-League-Gewinner Olympique Lyon zog die Fäden, nur die Möglichkeiten wurden nicht konsequent genutzt. Dennoch versprühten die Deutschen viel Spielfreude - obwohl Chile fast nur im und am eigenen Strafraum verteidigte. Auch Ex-Coach Horst Hrubesch hatte neben Sami Khedira auf der Tribüne viel Spaß.

Montag beginnt die Mission

Schon nach den zurückliegenden Testspiel-Siegen beim WM-Gastgeber Frankreich (1:0) und in Schweden (2:1) sowie einem Remis gegen Japan (2:2) wurde das WM-Ziel klar formuliert: Der Olympiasieger will die Qualifikation für die Sommerspiele 2020 in Tokio schaffen. Dafür muss es die DFB-Auswahl unter die drei besten Teams aus Europa schaffen.

Der Aufbruch zu dieser schwierigen Mission steht am Montag an, wenn die Deutschen nach einem letzten freien Wochenende von Frankfurt/Main aus per Charterflieger in den ersten Spielort Rennes reisen. Die weiteren Gruppengegner bei der auch logistisch anspruchsvollen Tour durch Frankreich sind Spanien (12. Juni/Valenciennes) und Südafrika (17. Juni/Montpellier).

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Quelle: n-tv.de, vpe/SID

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