Fußball-WM 2019

Zitterpartie vor WM-Achtelfinale DFB entgeht Brasilien als Gegner nur knapp

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Der Gegner im Achtelfinale heißt Nigeria.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Bis nach den letzten beiden Spielen der Vorrunde muss die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bangen. Dann steht fest: Im Fußball-WM-Achtelfinale geht es gegen Nigeria. Zwar eine Mannschaft "mit viel Tempo und körperlicher Präsenz", aber eben auch nicht Mitfavorit Brasilien.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Nigeria - und nicht auf Mitfavorit Brasilien. Die Entscheidung über den Gegner in der ersten K.-o.-Runde fiel erst am späten Donnerstagabend nach dem Abschluss der Vorrunde. Bereits am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) geht es im Stade des Alpes dann gegen den 38. der Weltrangliste um den Einzug ins WM-Viertelfinale.

"Wir wissen, dass da ein Brocken auf uns zukommt", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. "Afrikanische Teams sind immer schwer zu bespielen, sie haben viel Tempo und körperliche Präsenz." Bereits zuvor hatte die stellvertretende Spielführerin Svenja Huth erklärt, Nigeria sei "eine physisch sehr starke Mannschaft. Man hat gesehen, dass sich Frankreich enorm schwer getan hat. Aber wir wollen auf uns gucken, wollen den nächsten Schritt machen."

Dabei war bis kurz vor Abpfiff nicht klar, ob der deutsche Gegner Nigeria oder Brasilien heißt. Chile brauchte gegen Thailand einen Sieg mit drei Toren Unterschied, um Nigeria den Platz in der K.-o.-Runde abzujagen. Beim 2:0 (0:0) trafen die Südamerikanerinnen zusätzlich noch dreimal die Latte, einmal bei einem Foulelfmeter in der 86. Minute. Aufgrund des komplizierten Modus wäre bei einem chilenischen Sieg mit drei Toren Unterschied Brasilien der deutsche Gegner gewesen. Nun spielt Deutschland in Grenoble gegen Nigeria. Alle sieben bisherigen Duelle gewann der zweimalige Weltmeister.

Kamerun rettet sich mit Last-Minute-Sieg ins Achtelfinale

Brasilien bekommt es als Dritter der Gruppe C mit Gastgeber Frankreich zu tun. Top-Favorit USA spielt nach dem 2:0 (1:0) gegen Schweden, dem dritten Sieg im dritten Spiel (18:0 Tore) gegen Spanien. Die Schwedinnen treffen auf Kanada. Die übrigen Partien der Runde der besten 16 Teams bestreiten Niederlande und Japan, Norwegen und Australien, Italien und China sowie England und Kamerun. Der dreimalige Weltmeister USA stellte mit 18 erzielten Toren einen Rekord für eine WM-Vorrunde auf. Gegen Schweden trafen Lindsey Michelle Horan (4.) und Tobin Heath (50.). Zuvor hatte der Titelverteidiger gegen Thailand 13:0 (WM-Rekord) und mit einer B-Elf gegen Chile 3:0 gewonnen.

Am Donnerstagnachmittag hatte Kamerun durch einen Last-Minute-Sieg das Achtelfinale erreicht. Die Afrikanerinnen gewannen ihr abschließendes Spiel gegen Neuseeland 2:1 (0:0) und stehen mit drei Punkten zum zweiten Mal in Folge in der K.-o.-Runde. Gruppensieger wurden die Niederlande durch ein 2:1 (0:0) gegen Kanada. In Montpellier erzielte Kamerun die Treffer auf beiden Seiten. Zuerst brachte Ajara Nchout (57.) die Afrikanerinnen auf die Siegerstraße, dann unterlief Aurelle Awona (80.) ein Eigentor. In der Nachspielzeit rettete erneut Nchout (90.+5) die Kamerunerinnen. Die niederländische Führung in Reims durch Anouk Dekker (54.) egalisierte Kanadas Kapitänin Christine Sinclair (60.). Zum Sieg für Oranje traf die eingewechselte Lineth Beerensteyn von Bayern München (75.).

Quelle: n-tv.de, lou/sid/dpa

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