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Konsequenzen im Dopingskandal Kanada fordert russische Olympia-Sperren

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Antidopingkontrollen dienten in Russland lange zur Vertuschung systematischer Manipulationen.

(Foto: imago/Sven Simon)

Wegen der extrem schleppenden Aufarbeitung des russischen Dopingskandals macht nun Kanada Druck. Mit Blick auf die Winterspiele 2018 fordert das Land die Suspendierung russischer Athleten - als Signal für eine neue und saubere Zukunft.

Kanada fordert als erstes Land im russischen Dopingskandal provisorische Suspendierungen von Athleten. Sollten die Untersuchungsergebnisse der beiden vom Internationalen Olympischen Komitee IOC eingesetzten Kommissionen nicht in Kürze vorliegen, müssten "Maßnahmen, einschließlich Suspendierungen, ergriffen werden, um die Integrität der Olympischen Winterspiele zu wahren", sagte Tricia Smith, Präsidentin des Kanadischen Olympischen Komitees COC.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte zuvor um Verständnis für die Verzögerungen bei der Aufarbeitung des Dopingskandals gebeten und mögliche übergreifende Maßnahmen gegen Russland bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Die Anhörung der verdächtigen russischen Sotschi-Starter soll laut Bach bis Ende November abgeschlossen sein, Ergebnisse sollen einzeln und direkt kommuniziert werden. Die Fälle der russischen Athleten, die 2014 in Sotschi gestartet waren und noch immer aktiv sind, sollen zuerst behandelt werden. Die Winterspiele in Pyeongchang beginnen am 9. Februar.

"Das COC erkennt die Arbeit der von Samuel Schmid und Denis Oswald geleiteten Kommissionen an, diese ist jedoch detailreich und braucht Zeit", sagte Smith. Daher müssen das IOC, alle NOKs und die internationalen Verbände eine starke Botschaft in die Welt senden, "dass jetzt eine neue, saubere und nachhaltige Zukunft für den internationalen Sport beginnt".

Der kanadische Rechtsprofessor Richard McLaren hatte Russland in zwei Berichten ein staatlich gelenktes Dopingsystem nachgewiesen, von dem mehr als 1000 Sportler profitierten - unter anderem während der Winterspiele im russischen Sotschi. Dort waren Behälter mit Dopingproben mithilfe des Geheimdienstes geöffnet und der Urin der Sportler ausgetauscht oder manipuliert worden.

Quelle: ntv.de, cwo/sid