Sport

"Formel 1 ist der Rennsport" Lauda wischt Mercedes-Abgang vom Tisch

667e990c76631b36043fba5b6f071527.jpg

Die Formel-1-Ampel für Mercedes steht auch künftig auf Grün.

(Foto: dpa)

Nach dem überraschenden DTM-Abgang von Mercedes und dem Einstieg in die Formel E steht plötzlich auch die Frage im Raum: Wie lange fahren die Silberpfeile noch in der Formel 1? Niki Lauda hat darauf für Mercedes-Fans eine klare und beruhigende Antwort.

Unabhängig von der Entscheidung für die Formel E sieht Niki Lauda den Autohersteller Mercedes auch weiterhin als festen Bestandteil der Formel 1. "Die Formel 1 ist der Rennsport von Mercedes", sagte der Aufsichtsratschef des Werksteams im Rahmen des Großen Preises von Ungarn bei RTL: "Das ist überhaupt kein Thema, die Formel 1 zu verlassen."

Zuletzt hatte Mercedes angekündigt, zum Ende der Saison 2018 das Engagement in der Tourenwagenserie DTM zu beenden und anschließend in der Elektrorennserie Formel E zu starten. Das hatte Spekulationen genährt, dass Mercedes auch die Formel 1 verlassen konnte. Diese Bedenken zerstreute Lauda. Zum Wechsel von der DTM zur Formel E erklärte er: "Wir mussten an die Zukunft denken. Wo geht die Straße auch hin?" Zudem werde die Formel E "bis 2019 attraktiver sein" als zum jetzigen Zeitpunkt: "Noch wechseln die ja die Batterie."

Auch aus Sicht von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steht die Formel E noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung. "Die Technologie ist noch sehr unausgereift, und auch die Rennserie ist noch sehr unausgereift", sagte der Österreicher: "Aber Elektrifizierung ist in vollem Gange. Ich wäre nicht überrascht, wenn die Formel E in drei, vier oder fünf Jahren etwas völlig anderes ist und auch einen völlig anderen sportlichen Wert hat. Vielleicht reden wir in fünf Jahren ausführlich und in großer Runde über jedes Formel-E-Rennen."

An diesem Wochenende wird die dritte Saison der Elektro-WM in Montréal abgeschlossen. Momentan müssen die Piloten bei der Hälfte des Rennens das Auto wechseln, ab der fünften Saison (2018/2019) sollen neue Batterien die Boliden über die komplette Renndistanz versorgen.

Quelle: ntv.de, cwo/sid