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Draisaitl auf Rekordkurs NHL-Rookie Kahun spielt sich in Star-Reihe

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Leon Draisaitl ist einer der Leistungsträger beim NHL-Klub Edmonton Oilers.

(Foto: imago/Bildbyran)

Die Hälfte der regulären Saisonspiele in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL ist vorüber. Leon Draisaitl befindet sich auf dem Weg zu persönlichen Rekorden, Dominik Kahun sorgt in seiner Rookie-Saison für Aufsehen, beim Rest wechseln Licht und Schatten. Die Pause für das bevorstehende Allstar-Game, an dem Draisaitl am kommenden Samstag teilnimmt, bietet Gelegenheit zu einer deutschen NHL-Zwischenbilanz.

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Leon Draisaitl (Edmonton Oilers): Seinen Torrekord (29) hat der deutsche Topstar mit 27 Treffern nach 50 Spielen fast erreicht, die Punktebestmarke (77) dürfte bei aktuell 61 auch fallen. Draisaitl steht auf Rang acht der Scorerwertung. Alles toll? Keineswegs. Die Oilers drohen erneut die Playoffs zu verpassen, haben bereits den Trainer gewechselt und sich offenbar vom General Manager getrennt. Da halfen auch die starken Auftritte des 23-Jährigen nicht.

Tobias Rieder (Edmonton Oilers): Der 26-Jährige kann nur neidisch auf die statistischen Werte seines Teamkollegen Draisaitl blicken. Nach 36 Spielen wartet Rieder immer noch auf das erste Tor der Saison. Der Außenstürmer war eine Weile verletzt und findet seinen Rhythmus nicht. Beim jüngsten 2:3 gegen Detroit musste Rieder erstmals zuschauen, obwohl er fit war. So langsam steht seine NHL-Zukunft auf dem Spiel.

Dominik Kahun (Chicago Blackhawks): Der Stürmer hat eine glänzende Perspektive. Zwar spricht wenig für eine Play-off-Teilnahme der Hawks, aber das mindert Kahuns gute Debütsaison kaum. Der 23-Jährige steht mit 20 Scorerpunkten (8 Tore/12 Vorlagen) nach 51 Einsätzen unter den Top Zehn der Liganeulinge, spielte zeitweise an der Seite von Hawks-Kapitän und Doppel-Olympiasieger Jonathan Toews. Für den Ex-Münchner hätte die NHL-Karriere kaum besser beginnen können.

Tom Kühnhackl (New York Islanders): Für die Islanders als derzeit zweitbestes Team im Osten läuft es viel besser, für Kühnhackl persönlich deutlich schlechter als gedacht. Nur bei 19 von bislang 49 Spielen stand der 27-Jährige im Aufgebot, zwischenzeitlich wurde er sogar degradiert und eine Verletzung bremste ihn zudem aus. Immerhin: Sein Tor im Liegen gegen die Vancouver Canucks im November war ein Highlight.

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Thomas Greiss (New York Islanders): Der 32-Jährige zeigte im Tor der Islanders insgesamt gute Leistungen, zeitweise fehlte es etwas an Konstanz. Daher hat sein Konkurrent Robin Lehner im Augenblick einen Vorteil. Der Schwede weist die beste Fangquote der gesamten Liga auf. Sorgen um seine NHL-Zukunft muss sich Greiss aber nicht machen, sein Vertrag läuft noch bis 2020 Vertrag.

Philipp Grubauer (Colorado Avalanche): Der Stanley-Cup-Sieger ist von den Washington Capitals nach Denver gewechselt, um Torhüter Nummer eins zu werden. Dieser Plan ging bisher nicht auf. Der 27-Jährige plagt sich mit Anpassungsproblemen, seine statistischen Werte sind unterdurchschnittlich. Am Russen Semjon Warlamow gab es bisher kein Vorbeikommen, obwohl auch dessen Leistungen schwankend sind.

In der American Hockey League (AHL) kämpfen außerdem Korbinian Holzer (Anaheim Ducks, derzeit San Diego Gulls), Brooks Macek (Vegas Golden Knights, derzeit Chicago Wolves) sowie die beiden Jungtalente Manuel Wiederer (San Jose Sharks, derzeit San Jose Barracuda) und Maximilian Kammerer (Washington Capitals, derzeit Hershey Bears) um eine Bewährungschance in der besten Liga der Welt. Macek hat als einer der besten Scorer in der AHL wohl die besten Karten.

Quelle: n-tv.de, Ruben Stark, sid