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Geldstrafe und Sexismus-Vorwürfe Nowitzkis Mavs dribbeln gegen Krisen an

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Nowitzki und sein Team stehen auf dem vorletzten Platz der Western Conference.

(Foto: AP)

600.000 Dollar muss Dallas-Mavericks-Besitzer Mark Cuban wegen "Aussagen zum Nachteil der NBA" zahlen. Zudem erheben Mitarbeiter Sexismus-Vorwürfe gegen den ehemaligen Geschäftsführer des Klubs. Basketballstar Dirk Nowitzki reagiert bestürzt.

Sportlich läuft es für Basketball-Superstar Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks überhaupt nicht. Nun sorgen eine Geldstrafe gegen Mark Cuban und schwere Vorwürfe gegen einen Ex-Boss im Umfeld des Teams für Unruhe. Cuban muss mehr als eine halbe Million Dollar für Aussagen zum absichtlichen Verlieren des Meisters von 2011 zahlen. Dies gab die nordamerikanische Profiliga (NBA) bekannt. "Ich sollte es wahrscheinlich nicht sagen, aber ich war erst kürzlich mit ein paar von unseren Jungs beim Abendessen. Die Playoff-Plätze sind in weiter Ferne und ich erklärte ihnen, dass Verlieren unsere beste Option sei", sagte Cuban am Sonntag während eines Podcasts mit Basketball-Legende Julius Erving.

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Mark Cubans Vermögen beläuft sich laut Forbes auf 3,7 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)

Die Dallas Mavericks liegen mit einer Bilanz von 18 Siegen und 40 Niederlagen auf dem vorletzten Platz der Western Conference. Das schlechteste Team der gesamten Liga hat in der NBA-Draft-Lotterie die beste Ausgangsposition, um den ersten Pick und damit den vermeintlich besten Spieler, in der alljährlichen Talentziehung zu erhalten.

Nowitzki erklärte: "Ich stehe nicht dafür, bewusst zu verlieren. So bin ich einfach nicht." Seine Liebe zum Wettkampf sei einer der Gründe, warum er überhaupt noch spiele. Cuban selbst sagte, er habe das Bußgeld verdient. "Ich wurde übereifrig während meines Gesprächs mit Dr. J und sagte etwas, das ich nicht hätte sagen sollen."

Nowitzki: "Ich war angewidert"

Die Geldstrafe ist aktuell nicht das größte Problem für die Mavericks. Am Dienstag erschien im US-Sportmagazin "Sports Illustrated" ein Artikel, der das Arbeitsklima im Klub als frauenfeindlich bezeichnet. Unter anderem beschuldigen mehrere Frauen den früheren Team-Präsidenten Terdema Ussery der sexuellen Belästigung. Ussery soll genau wie ein Mitarbeiter des Pressestabes sexistische Bemerkungen und Beleidigungen gegen weibliche Mitarbeiter gemacht haben. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Nowitzki reagierte bestürzt. "Ich war angewidert, als ich den Artikel gelesen habe, offensichtlich wie jeder andere. Ich war schockiert, dass so etwas in unserem Klub, meinem Klub passiert ist", sagte der 2,13 Meter große Power Forward.

Dallas-Boss Cuban reagierte besorgt: "Das ist völlig neu für mich. Ich habe Fragen gestellt, unser Personalchef hat gesagt, dass es niemals Beschwerden gab. Keine einzige. Jetzt haben wir den Personalchef gefeuert. Das bereitet mir Bauchschmerzen." Auch Nowitzki zeigt sich erleichtert, dass der Verein eine externe Untersuchung eingeleitet hat. "Ich bin froh, dass das alles herauskommt."

Quelle: n-tv.de, Thomas Wolfer, Hansjürgen Mai, dpa

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