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Comeback-Drama um Gruber Olympiasieger nach Wettkampf operiert

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"Bei Bernhard Gruber führte nach dem Rennen heute erneut ein Teilverschluss eines Herzkranzgefäßes zu Beschwerden."

(Foto: imago images/Lehtikuva)

Der österreichische Kombinations-Olympiasieger Bernhard Gruber wird nach seinem Comeback beim Weltcup im finnischen Lahti wieder in ein Krankenhaus eingeliefert. Gruber klagte über Brustschmerzen. Daraufhin wird eine erneute Herzkranzgefäßverengung festgestellt.

Kombinierer-Routinier Bernhard Gruber ist bei den Weltcup-Wettbewerben im finnischen Lahti wegen erneuter Herzprobleme ins Krankenhaus gebracht worden. Der 38 Jahre alte Österreicher klagte am Samstag nach dem Teamsprint über Schmerzen im Brustbereich, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) und der Ski-Weltverband Fis am Sonntagmorgen berichteten.

"Bei Bernhard Gruber führte nach dem Rennen heute erneut ein Teilverschluss eines Herzkranzgefäßes zu Beschwerden", sagte Teamärztin Ines Berger-Uckermann. Bei einer Herzkatheter-Untersuchung seien zwei Stents eingesetzt worden. "Bernhard ist soweit in guter Verfassung und muss nun entsprechend seiner Genesung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben", fügte Österreichs Teamärztin an.

Gruber hat nicht zum ersten Mal mit Herzproblemen zu kämpfen. Im März 2020 wurde schon einmal ein Teilverschluss des Herzkranzgefäßes festgestellt. Erst acht Monate später erhielt er von den Ärzten die Freigabe, das Training wieder aufnehmen zu dürfen. Beim Teamsprint belegte er am Samstagnachmittag gemeinsam mit Landsmann Mario Seidl Rang sechs.

Starker Sonntag für DSV-Atheten

Beim Weltcup am Sonntag haben die deutschen Kombinierer derweil trotz einer absolut hervorragenden Mannschaftsleistung das Podest verpasst. Beim Sieg des Japaners Akito Watabe landete angeführt vom erstarkten Doppel-Olympiasieger Johannes Rydzek auf Platz vier ein DSV-Quartett in den Top 10. Die Staffel-Olympiasieger Fabian Rießle und Vinzenz Geiger kamen auf Platz fünf und sechs, Terence Weber wurde Zehnter.

Der seit langem mit Sprungproblemen kämpfende Rydzek, der bei der WM 2017 in Lahti Geschichte geschrieben und alle vier Titel bei den Kombinierern geholt hatte, verbuchte sein bestes Ergebnis seit fast zwei Jahren. Zum ersten Podest seit dem 2. Februar 2019 (3. in Klingenthal) fehlten Deutschlands Sportler des Jahres 2017 nur 3,8 Sekunden.

Quelle: ntv.de, tno/sid