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"Die WM hat einen neuen König" Presse huldigt Tennis-"Watvogel" Zverev

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Eines der größten Versprechen im Welt-Tennis war Alexander Zverev schon länger. Jetzt ist er auch Weltmeister.

(Foto: imago/Action Plus)

Als mit Boris Becker zuletzt ein deutscher Tennisprofi die ATP-WM gewinnt, ist Alexander Zverev noch gar nicht geboren. Jetzt wandelt der 21-Jährige "auf Beckers Spuren", schwärmt die internationale Presse nach dem grandiosen Finalcoup von Zverev gegen Tennis-Dominator Novak Djokovic. Die Medien sind überzeugt: "Alexander der Große" hat "alle Facetten, um ganz an die Spitze aufzusteigen". Ausgewählte Stimmen im Überblick:

Großbritannien

"Telegraph": "Mit seinen Stelzenbeinen und seinen schnell zuckenden Muskeln sprang der 1,98 große Zverev wie ein gigantischer Watvogel an der Grundlinie entlang. Das führte dazu, dass dieses dunkelblaue Rechteck nicht größer als ein Planschbecken aussah. Das war es sicherlich, was es Djokovic fast unmöglich machte, den Ball an ihm vorbeizufeuern und nur sieben Treffer im Spiel zu erzielen."

"The Independent": "Zverev schlug Djokovic mit seinen eigenen Waffen, indem er seinen Gegner mit der unnachgiebigen Beharrlichkeit seines Ballschlags zermürbte. Der Deutsche lieferte überragend, zeigte den Willen, das Netz anzugreifen und seine Bälle mit Überzeugung und Präzision zu schlagen."

BBC: "Zverev wird schon seit langem als der junge Spieler angekündigt, der am ehesten das Zepter im Herrentennis übernehmen könnte, wenn sich einmal Leute wie Djokovic, Federer, Rafael Nadal und Andy Murray zur Ruhe setzen. Mit seinem kräftigen Aufschlag, krachenden Bodenschlägen und verbesserten Spiel am Netz zeigt der 1,98 Meter große Deutsche alle Facetten, um ganz an die Spitze aufzusteigen."

Spanien

"Marca": "Der ganze Druck lastete auf Djokovic, dem Favoriten sowohl was das Tennisspiel als auch was das Ranking betrifft. Zverev war ein Überraschungsgast, der nach der Überraschung vom Vortag im Halbfinale gegen Roger Federer befreit aufspielen konnte."

"Sport": "Die ATP-WM hat einen neuen König. (...) Zverev hat auf dem Londoner Platz sein ganzes Repertoire gezeigt und nicht vor Djokovic gezögert. Der zeigte nicht sein bestes Spiel. Das hatte er im Halbfinale vorgeführt, als er Anderson an die Wand spielte."

"Mundo Deportivo": "Alles schien bereit, um das ATP-Finale zum krönenden Abschluss der Wiederauferstehung Djokovics zu machen. (...) Mit seinen 31 Jahren wurde er jedoch von dem Jungspund eingeschüchtert, der einen sehr kraftvollen Aufschlag zeigte, solide spielte und an seinen Triumph glaubte."

Österreich

"Kronen Zeitung": "Auf Beckers Spuren. Jubelstimmung bei unseren Nachbarn!"

Frankreich

"L'Équipe": "Alexander der Große: Alexander Zverev hat für eine Sensation gesorgt, indem er mühelos die weltweite Nummer Eins Novak Djokovic (6:4, 6:3) im Masters-Finale beherrschte. Der 21 Jahre alte Deutsche hat alles, um sehr hoch und sehr schnell aufzusteigen."

USA

CNN: "Es war zweifellos das Jahr von Novak Djokovic im Herrentennis. Alexander Zverev aber war das am Sonntag egal, als er Djokovic in London mit 6:4, 6:3 schockte, um der jüngste Sieger der Jahresend-Meisterschaft seit dem Serben 2008 zu werden."

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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