Sport

Berlinerin folgt Nowitzki Ungewisse Zukunft trübt Saballys Freude

imago46078754h.jpg

In New York geboren, in Berlin aufgewachsen, in Oregon zum Star geworden: Für Satou Sabally geht ein Traum in Erfüllung.

(Foto: imago images/Icon SMI)

So hoch wurde im Draft zu einer der großen US-Basketballligen noch kein deutsches Basketball-Talent ausgewählt. Doch für Satou Sabally ist das kein Druck, sondern Ansporn. Die Berlinerin geht nach Dallas und plant schon jetzt, Dirk Nowitzki anzurufen. Auch wenn die Ungewissheit die 21-Jährige nicht ganz loslässt.

Das deutsche Basketball-Toptalent Satou Sabally empfindet trotz der frühen Ziehung im Draft für die US-Profiliga WNBA keinen Druck. "Ich sehe das nicht als Druck, andere Leute haben viel mehr Druck. Ich mache das, was ich liebe. Ich spiele Basketball und muss einfach hart trainieren. Ich sehe das eher als Motivation", sagte die 21-Jährige im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst.

Sabally wurde von den Dallas Wings am Freitagabend (Ortszeit) als zweite Spielerin ausgewählt. In der texanischen Metropole hofft Sabally auf einige gemeinsame Trainingseinheiten mit Dirk Nowitzki, der bei den Mavericks zur Ikone aufgestiegen war. "Wir werden in Kontakt bleiben und in Kontakt treten, wenn meine Interviews vorbei sind und ich atmen kann. Wenn er es mir nicht anbietet, werde ich auf jeden Fall fragen", sagte sie reichlich gut gelaunt. Der Tag der Entscheidung hatte sie völlig überrollt. "Es war wie ein Flash, der um mich herum passiert ist", sagte sie.

"Hier geht alles den Bach runter"

Als sie ihren Namen dann gehört habe, sei dies auch eine "Art Bestätigung" gewesen, "die man braucht. Hier geht alles den Bach runter mit Corona, das ist alles ein bisschen blöd, die Umstände sind nicht die besten. Als ich dann meinen Namen gehört habe, wusste ich: Okay, wenigstens eine Sache ist jetzt sicher", sagte sie.

Die 1,93 Meter große Nationalspielerin hatte sich mit starken Leistungen im Trikot der Oregon Ducks für die Eliteliga empfohlen. Für das Team der University of Oregon kam sie in der vorzeitig abgebrochenen Saison in 29 Spielen durchschnittlich auf 16,2 Punkte und 6,9 Rebounds. Im November besiegten die Ducks sensationell das US-Nationalteam, das seit 1996 bei Olympischen Spielen ungeschlagen ist. Sabally glänzte mit 25 Punkten und beeindruckte nachhaltig auf der großen Bühne. "Das hat mir gezeigt, dass ich auf diesem Level mithalten kann."

Mit Luisa Geiselsöder (20/Pick Nummer 21) kommt sogar noch eine weitere deutsche Spielerin nach Dallas. "Ich finde es echt super, dass ich sie ein bisschen unter meine Fittiche nehmen kann. Sie ist echt eine super Spielerin", sagte Sabally.

Quelle: ntv.de, tsi/sid