Sport

Wellingers langes Leiden endet Weltmeister Freitag schafft's nicht ins Team

117269197.jpg

Sprung ins Aufgebot verpasst: Richard Freitag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für Andreas Wellinger und Severin Freund wird die am Freitag beginnende Skisprung-Saison ein Neuanfang. Die einstigen Vorflieger wollen zurück in die Weltspitze. Von der ist ein ehemaliger Weltmeister offenbar derzeit weit entfernt: Richard Freitag wird vom Bundestrainer vorerst nicht nominiert.

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger steht 20 Monate nach seinem bis dato letzten Weltcup wieder im Aufgebot der deutschen Skispringer für den Winter-Auftakt im polnischen Wisla. Neben dem 25-Jährigen bilden Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Severin Freund, Martin Hamann, Pius Paschke und Constantin Schmid an diesem Wochenende das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher.

"Es wurde Zeit, dass es jetzt endlich wieder mit den Wettkämpfen losgeht", wird Wellinger in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbands zitiert. Der 25-Jährige hatte die komplette vergangene Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Im teaminternen Kampf um den siebten Platz im Aufgebot hatte er sich knapp gegen den zweifachen Weltmeister Richard Freitag und David Siegel durchgesetzt. Bereits in der vergangenen Saison hatte sich Freitag indes mit Formproblemen geplagt.

"Das heißt nicht, dass er jetzt immer dabei ist", sagte Horngacher über Wellinger. "Er muss die Leistung im Weltcup bringen. Die anderen beiden werden auch ihre Chancen bekommen." Zum Auftakt steht für die Skispringer am Samstag ein Mannschaftswettbewerb auf dem Programm. Am Sonntag folgt dann der erste Einzelweltcup der Saison.

"Es wird sich zeigen, wie die Wettkämpfe dann werden und wie ich den Rhythmus wieder aufnehmen kann", sagte Wellinger. Für Horngacher sollten die Erwartungen an den Skisprung-Rückkehrer nicht zu hoch angesetzt werden. Wellinger hingegen will nach langer Zwangspause wieder angreifen. "Ich bin ehrgeizig, es diesen Winter schon nach oben zu schaffen."

Optimistisch für den Auftakt ist auch Eisenbichler, der mutmaßlich derzeit beste deutscher Skispringer: "Die Schanze in Wisla mag ich ganz gern. Ich bin ganz guter Dinge, bisher sind die Vorbereitungen ganz gut gelaufen", sagte der 29-Jährige. Wegen der Corona-Pandemie wird es im sonst so stimmungsvollen Wisla ein "Geisterspringen" geben.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid