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Niederlage gegen Djokovic Zverev lässt sich vom Frust überwältigen

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Gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic muss Alexander Zverev eine deutliche Niederlage hinnehmen.

(Foto: AP)

Der Topfavorit ist eine Nummer zu groß: Tennis-Jungstar Alexander Zverev kann beim ATP-Finale gegen Novak Djokovic nicht mithalten. Jetzt muss sich der 21-jährige Deutsche für das Erreichen des Halbfinales der besten Tennisspieler der Welt strecken.

Irgendwann konnte Alexander Zverev seinen Ärger nicht mehr verbergen. Als er merkte, dass der Weltranglistenerste Novak Djokovic eine Nummer zu groß war, wich die Entschlossenheit dem Frust. So stark Zverev die Partie beim ATP-Saisonfinale in London begonnen hatte, so schwach war das Ende. Mit 4:6, 1:6 unterlag er dem favorisierten Serben, hat aber trotz der letztlich deutlichen Schlappe noch immer Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde.

Abhängig von dem Abendspiel zwischen John Isner (USA) und Marin Cilic (Kroatien) könnte Zverev sogar eine knappe Niederlage für das Halbfinale reichen. Ein Sieg am Freitag gegen Isner wäre für Zverev die beste Voraussetzung für die Qualifikation. Djokovic ist dagegen ein Platz in der Runde der besten Vier nach dem zweiten deutlichen Sieg kaum noch zu nehmen.

"Es war kein atemberaubendes Tennis von uns beiden", gab Djokovic nach 1:16 Stunden auf dem Court zu: "Aber ein Sieg ist ein Sieg." Zverev habe im zweiten Satz viele unnötige Fehler gemacht, sagte der 31-Jährige, "die haben es mir erlaubt, das Match leichter zu gewinnen, als ich es erwartet hatte".

Zverev muss am Nervenkostüm arbeiten

Nach bisher schwachen Begegnungen beim Turnier der besten acht Spieler des Jahres waren die Tennisfans mit großen Erwartungen in die Londoner Arena gekommen. Auch Boris Becker wollte sich das Duell zwischen seinem früheren Schützling Djokovic und dem deutschen Hoffnungsträger nicht entgehen lassen. Und tatsächlich entwickelte sich zunächst ein Match auf Augenhöhe. Anders als im Oktober, als Zverev im Halbfinale des Masters in Shanghai von Djokovic eine Lehrstunde erteilt bekam (1:6, 2:6), hielt der 21-Jährige die Partie offen. Verlassen konnte er sich dabei auf seinen Aufschlag, der mit bis zu 230 Kilometer pro Stunde in Djokovics Feld einschlug. Der für viele Experten beste Returnspieler der Tennisgeschichte konnte Zverevs Service oft nur hinterherschauen.

Nach wenigen Wochen der Zusammenarbeit mit Trainer Ivan Lendl sei der Aufschlag bereits variabler geworden, hatte Zverev in London nach seinem Auftaktsieg gegen den Kroaten Marin Cilic gesagt. Am Nervenkostüm muss er dagegen weiter arbeiten. Nachdem er selbst zwei Chancen zum Break vergeben hatte, gab Zverev seinen Aufschlag und damit den ersten Satz mit einem Doppelfehler ab. Der Widerstand war gebrochen. Zwar wirkte auch Djokovic anfällig und schlug erstaunlich langsam auf, doch Zverev verlor völlig seine Linie. Immer wieder zuckte er mit den Schultern und schimpfte in Richtung seiner Box, in der Lendl gewohnt regungslos den Niedergang beobachtete.

Quelle: ntv.de, Cai-Simon Preuten, sid

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