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Fast vier Stunden harter Kampf Zverevs Finaltraum platzt gegen Thiem

Mit einem Satzgewinn startet Alexander Zverev ins Halbfinale der Australian Open. Doch so einfach verläuft das Tennismatch gegen Dominik Thiem nicht weiter. Der Österreicher erweist sich als der erwartet zähe Gegner - und zerstört Zverevs Traum vom ersten Grand-Slam-Finale.

Alexander Zverev hat seine erste Teilnahme an einem Grand-Slam-Finale verpasst. Der 22-Jährige unterlag bei den Australian Open in der Runde der letzten Vier dem Österreicher Dominic Thiem mit 6:3, 4:6, 6:7 (3:7), 6:7 (4:7). Der Weltranglisten-Fünfte und zweimalige French-Open-Finalist Thiem spielt am Sonntag (9.30 Uhr auf Eurosport) gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic um den Sieg beim Tennis-Turnier in Melbourne.

Zverev dagegen darf sich nach seinen überraschend beeindruckenden Vorstellungen mit Stolz von den Australian Open verabschieden, muss auf sein erstes Grand-Slam-Finale aber weiter warten. In seinem Halbfinal-Debüt bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere der Welt weckte der Weltranglisten-Siebte Hoffnungen, in entscheidenden Phasen war sein Kumpel Thiem aber der bessere Halbfinalist.

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Ein Schlüssel war der im Tiebreak verlorene dritte Satz nach zwei Satzbällen bei 5:4, die der Österreicher glänzend abwehrte. Die Erwartungen an Zverev waren zuvor aufgrund seiner Formkrise gering. In seinem bisher größten Grand-Slam-Match wirkte Zverev, erster deutscher Grand-Slam-Halbfinalist seit Tommy Haas 2009, unbeeindruckt von der Kulisse mit fast 15.000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena und der Chance, die sich ihm gegen seinen Kumpel bot.

Grundlinien-Duelle überfordern Zverev

Es war aber auch der emotionale Zverev auf dem Platz, der sich bei 4:4 im dritten Satz so sehr über eine Linienrichter-Entscheidung ärgerte, dass er eine Verwarnung kassierte und mit dem Schiedsrichter diskutierte. Zu Beginn hielt keiner der beiden sein erstes Aufschlagspiel. Doch Zverev nahm noch zweimal seinem Kontrahenten den Aufschlag ab. Der Halbfinal-Debütant hatte nach 40 Minuten den ersten Satz sicher. Alexander Zverev senior, Vater und Trainer, sah dann aber aus der Box, wie im zweiten Satz die Fehler von Thiem nachließen, die dem Hamburger im ersten Abschnitt geholfen hatten. Ein 1:3 machte die deutsche Nummer eins noch wett, ein 3:5 nicht mehr.

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Als Zverev einen Schmetterball seines Gegners mit einem unerreichbaren Schmetterball von hinter der Grundlinie konterte, tobte das Publikum. Der ATP-Weltmeister von 2018 animierte die Zuschauer, ließ aber drei Breakbälle zum 5:5 aus. Nach dem Satzausgleich war schnell ein zweites Mal Geduld gefordert, ein Teil des Lichts war ausgefallen. Schon im ersten Satz war es zu einer Zwangspause gekommen, als Regentropfen den Hartplatz bedeckten und das Dach geschlossen wurde.

Insgesamt war Zverev in den langen Grundlinien-Duellen zu oft unterlegen. Deswegen reichte auch die erneut überzeugende Aufschlagquote nicht. Der Österreicher hatte zwei Tage zuvor den spanischen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal bezwungen und war jetzt auch für Zverev zu stark. Im vierten Satz gaben sich beide Spieler keine Blöße bei ihren Aufschlägen, keiner ließ auch nur einen Breakball zu. Und so wiederholte sich das Spiel: Thiem dominierte den Tiebreak - und gewann das Match nach 3:42 Stunden Spielzeit.

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Zverev hätte bei seiner 19. Teilnahme an einem Grand Slam als erster Spieler seit Rainer Schüttler 2003 ebenfalls in Melbourne nach einem Titel bei einem der vier großen Turniere greifen können: Schüttler verlor damals in drei Sätzen gegen Andre Agassi aus den USA. Letzter deutscher Gewinner eines Grand-Slam-Turniers war 1996 ebenfalls in Melbourne Boris Becker gewesen.

Quelle: ntv.de, cri/sid/dpa