Der Sport-Tag

Der Sport-Tag Russen beanspruchen Triumph für sich: "Wir haben Wimbledon gewonnen"

Elena Rybakina wird in Russland geboren, seit 2018 tritt die Tennis-Spielerin jedoch für Kasachstan an. Und das mit voller Überzeugung: "Ich spiele seit langer Zeit für Kasachstan. Sie haben an mich geglaubt. Es besteht kein Zweifel daran, wie ich mich fühle, und ich habe bereits als Kasachin an den Olympischen Spielen teilgenommen", sagte Rybakina, Minuten nachdem sie Wimbledon gewonnen hatte, das renommierteste Tennisturnier der Welt. "Menschen haben an mich geglaubt. Kasachstan hat mich so sehr unterstützt. Auch heute gab es so viel Unterstützung, ich habe die Flaggen gesehen."

Auf die Frage, ob sie befürchte, dass ihr Sieg in Russland politisch genutzt werden könnte, antwortete Rybakina, deren Eltern noch in Moskau wohnen: "Ich weiß nicht, was passieren wird. Es wird immer einige Nachrichten geben, aber ich kann nichts deswegen machen."

Nun, die Antwort aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten: "Wir haben viel zu ihrer Entwicklung beigetragen", sagte Shamil Tarpishchev, Chef des russischen Tennisverbandes, der russischen Zeitung "Sport-Express". Die Nachrichten-Agentur RIA zitierte einen euphorischen Tarpishchev: "Es ist toll! Gut gemacht Rybakina! Wir haben Wimbledon gewonnen." Rybakina hatte einst erklärt, Kasachstan habe ihr die wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen, Profi werden zu können. Ihr Lebensmittelpunkt soll indes weiterhin in Moskau liegen.

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hatten die Veranstalter von Wimbledon russischen und belarussischen Profis den Start beim Turnier verboten.

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Quelle: ntv.de

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