Formel1

Titelträume wegen und mit Vettel Aston Martin stichelt gegen Ferrari

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Bald hat das rote Leiden ein Ende.

(Foto: REUTERS)

Der Formel-1-Rennstall Aston Martin will Sebastian Vettel nicht nur wieder zu einem Top-Fahrer in der Königsklasse des Motorsports machen, das Team von Otmar Szafnauer will auch von der Expertise des 33-Jährigen profitieren. In die Lobeshymne auf Vettel mischt sich auch versteckte Kritik an Ferrari.

Der bevorstehende Wechsel von Ferrari zu Aston Martin zur nächsten Saison wird Sebastian Vettel noch einmal ganz neu motivieren. Das glaubt jedenfalls sein künftiger Teamchef Otmar Szafnauer. "Wir ziehen alle am selben Strang und haben eine gute Arbeitsatmosphäre hier, eine Kultur, in der wir niemanden beschuldigen, weil er einen Fehler gemacht hat", sagte der 56-Jährige im Gespräch mit Sport1: "Das wird Seb gefallen, und ich bin sicher: Er wird aufblühen." Das Betriebsklima bei Ferrari soll im Saisonverlauf deutlich abgekühlt sein.

Bei Aston Martin freue man sich auf den viermaligen Weltmeister "und darauf, dass er uns auf das Level hebt, das er von den größeren Teams gewohnt ist", sagte Szafnauer: "Ich bin sicher, er kann uns zeigen, worauf es ankommt, wenn man um Siege und Titel kämpfen will. Und wir werden ihm helfen, wieder das Können abzurufen, das ihn ausgezeichnet hat. Deshalb sollte die Kombination erfolgreich werden."

Szafnauer hofft darauf, dass Vettel "uns die Richtung vorgibt, in die wir das Team und auch das Auto entwickeln müssen. Wie geht ein Top-Team an ein Wochenende heran, was haben Ferrari und Red Bull anders gemacht als wir?" Ein solcher direkter Vergleich sei sinnvoll, um sich das Beste herauszupicken: "Das wiederum wird uns ermöglichen, den nächsten Schritt zu machen."

Vettel räumt sein Scheitern ein

Die Tatsache, dass Vettel in dieser Saison hoffnungslos hinterherfährt, lässt Szafnauer jedenfalls nicht an der Verpflichtung des Heppenheimers zweifeln: "Weil ich glaube, dass ein 33 Jahre alter Pilot das Fahren eines Formel-1-Autos nicht von heute auf morgen verlernt. Es muss an etwas anderem liegen." In der Gesamtwertung der laufenden Saison liegt Vettel mit 17 Punkten nach zehn Rennen nur auf Platz 13.

Vettel selbst blickt bereits jetzt kritisch auf seine Zeit bei Ferrari zurück. "Es stimmt, dass ich gescheitert bin, weil ich mir das Ziel gesetzt habe, die Weltmeisterschaft mit Ferrari zu gewinnen", räumte der 33-Jährige in einem vor dem Grand Prix der Eifel auf dem Nürburgring veröffentlichen Podcast der Formel 1 ein, "ich bin gescheitert, ich habe es nicht hinbekommen".

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa