Formel1

Williams-Zoff beim Testauftakt F1-Rennstall streitet über Peinlichkeit

imago38922377h.jpg

Erst mit zwei Tagen Verspätung konnte Williams die Testfahrten aufnehmen.

(Foto: imago/Motorsport Images)

Seit Montag testet die Formel 1 versammelt in Barcelona die Boliden für die neue Saison. Fast, denn das Auto von Traditionsrennstall Williams wird nicht rechtzeitig fertig. Die stellvertretende Teamchefin findet deutliche Worte.

Der verspätete Testauftakt hat anscheinend einen heftigen Streit beim Formel-1-Rennstall Williams verursacht. Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams sagte in Barcelona, es sei "peinlich, dass wir es nicht schaffen, ein Auto hier hinzustellen, während es alle anderen geschafft haben". Mit Blick auf die Schuldfrage wolle sie "nicht ins Detail gehen, weil ich in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen will". Medienberichten zufolge überlegt der Rennstall, sich von Technikchef Paddy Lowe zu trennen. Die geplante Medienrunde mit dem 56-Jährigen wurde gestrichen.

imago38921156h.jpg

Claire Williams nahm kein Blatt vor den Mund.

(Foto: imago/HochZwei)

  Die Formel-1-Teams dürfen seit Montag versammelt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya testen. Der neue FW42 von Williams war allerdings nicht rechtzeitig fertig. Rookie-Pilot George Russell konnte erst am Nachmittag die ersten Runden drehen. Damit hat Williams etwa ein Drittel der ohnehin knapp bemessenen Testzeit für die Saison verschenkt. In 1:25,625 Minuten fuhr der 21-Jährige die langsamste Zeit des Tages.

Die bisherige Wochenbestzeit sicherte sich der Russe Daniil Kwjat im Toro Rosso in 1:17,704 Minuten. Dahinter reihte sich in 1:17,762 Altmeister Kimi Räikkönen im Alfa Romeo ein. Der Finne fuhr seine Bestzeit allerdings ebenso wie Kwjat auf der weichsten und damit schnellsten Reifenmischung. Dritter war der Australier Daniel Ricciardo im Renault (1:18,164).

Ferrari überzeugt erneut

*Datenschutz

Ferrari musste die Bestzeit zwar abgeben, dennoch konnte der italienische Rennstall den starken Eindruck der ersten beiden Testtage bestätigen. Sebastian Vettel war auf den härteren Reifen in 1:18,350 Minuten viertschnellster Mann und kam nah an seine persönliche Bestzeit vom Montag heran. Zudem lief der SF90 erneut problemlos und trug Vettel bis zur Mittagspause 80 Mal um die Strecke. Am morgigen Donnerstag übernimmt wieder Ferraris neuer Jungstar Charles Leclerc das Steuer der Roten Göttin.

Das Weltmeisterteam Mercedes ließ es wie schon in den beiden ersten Tagen langsam angehen. Die Silberpfeile wollen in Barcelona offenbar keine Bestzeiten jagen, sondern ihre Zuverlässigkeit testen. Valtteri Bottas (Finnland/1:20,693) lag am Ende des Tages auf dem elften Platz von 13 Fahrern. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) wurde in 1:20,818 nur Vorletzter. Langsamer als Bottas und Hamilton war nur Williams-Neuling Russel. Nico Hülkenberg stellte seinen Renault in 1:18,800 Minuten auf den sechsten Platz.

Quelle: n-tv.de, chr/sid

Mehr zum Thema