Formel1

Formel 1 in der Presse "Ferrari steigt in die Serie B ab"

Er startet als Erster, er kommt als Erster ins Ziel: Mercedes-Weltmeister Lewis Hamilton dominiert auch beim Formel-1-Rennen in Ungarn. Sebastian Vettel ist im Ferrari chancenlos - und wird sogar überrundet. Für die internationale Presse ist das "schwer zu akzeptieren".

Großbritannien:

"The Sun": "Hamilton fährt auf seiner Lieblingsstrecke einen leichten Sieg ein - er befindet sich mit acht Siegen auf derselben Strecke nun in Augenhöhe mit Formel 1-Legende Michael Schumacher."

"The Guardian": "Hamilton und sein Mercedes-Team haben am Sonntag erneut geliefert, und diesmal mit einer so überwältigenden Überlegenheit, dass sich nach nur drei Rennen eine spürbare Kluft zwischen ihnen und ihren Rivalen auftut."

"Telegraph": "Hamilton feierte einen der überlegensten Siege der jüngeren Formel-1-Geschichte - und forderte dann die Konkurrenz auf, sich zu steigern, damit er nicht zu seinem siebten WM-Titel bummelt."

"Daily Mail": "Eines vorweg: Wir sehen einen der großartigsten Fahrer und eines der dominantesten Teams der Formel-1-Geschichte. Wir sollten sie bestaunen, ihnen Palmblätter zu Füßen werfen und die ganze Nacht auf sie anstoßen. Aber im nächsten Atemzug muss gesagt werden, dass ihre Dominanz uns keinen elektrisierenden Sport bringt."

Italien:

"Corriere dello Sport": "Hamilton, unerreichbar. Der britische Mercedes-Fahrer hat das Rennen dominiert. Er triumphierte auch dank einer hervorragenden Strategie. Er erreichte außerdem Michael Schumachers Rekord von acht Siegen auf derselben Strecke."

"La Gazzetta dello Sport": "Hamilton, kaiserlich. Der Engländer und Mercedes tobten sich auf dem Hungaroring aus, Ferrari abgeschlagen und überrundet. Ferrari hat erneut enttäuscht. Das Wochenende versprach schwierig zu werden, aber ein überrundeter Cavallino ist immer schwer zu akzeptieren. Bald werden in Maranello Köpfe rollen."

"Tuttosport": "Ferrari steigt in die Serie B der Formel 1 ab. Während Hamilton den nächsten Sieg feiert, zeigt das Team aus Maranello immer mehr seine Unfähigkeit, mit Mercedes Schritt zu halten. Erwartet wird jetzt ein Personalwechsel. Zu viele Mängel belasten die Saison."

"Corriere della Sera": "Jetzt hat Ferrari eine Gewissheit: Das Team hat ein katastrophales Auto entworfen. Die Fortschritte im Qualifying hatten einige Hoffnungen genährt, doch die Realität zeigt sich nach 70 Runden in Budapest in all ihrer Bitterkeit. In Maranello werden jetzt drastische Änderungen, nicht nur im technischen Bereich, sondern auch auf Management-Ebene erwartet."

Spanien:

"Marca": "Mit einer perfekten Fahrerleistung, ohne jeglichen Riss, hat Hamilton seinen zweiten Sieg hintereinander eingefahren. Er ist unersättlich. In der schnellen Runde ließ er für die anderen nicht einmal die Krümel übrig."

"As": "Hamilton ist Schumacher auf den Fersen. Das war ein erdrückender Sieg des Briten von der Pole aus. Von den Schlachten auf der Strecke blieb er unberührt."

"El Mundo Deportivo": "Eine Vorführung Hamiltons! Ohne Wenn und Aber, er hatte keine Rivalen."

Österreich:

"Kronen Zeitung": "Start-Ziel-Sieg! Hamilton demütigt die Konkurrenz"

"Kurier": "Klarer Sieg: Hamilton raste in Ungarn zum Schumacher-Rekord"

Schweiz:

"Blick": "Alles wartet auf den Regen in Budapest. Doch er kommt nicht. So fährt Lewis Hamilton mutterseelenallein seinem 86. GP-Sieg entgegen."

"Tages Anzeiger": "Hamilton dominiert in Ungarn. Der Brite schafft am Hungaroring das Triple aus Pole, schnellster Runde und Sieg und übernimmt die Führung in der WM-Wertung."

"Neue Zürcher Zeitung": "Nach drei Formel-1-Rennen in Folge steht bereits fest, dass der Titelverteidiger Mercedes heuer noch überlegener ist als im Vorjahr. Für Lewis Hamilton scheint dieses Fazit nach dem zweiten Sieg innerhalb einer Woche ebenfalls zu gelten."

Quelle: ntv.de, ara/dpa