Formel1

Neue Kollegin für Schumacher Ferrari verpflichtet erstmals eine Pilotin

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Der Weg in die Formel 1 ist allerdings noch weit.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

"Girls on Track" heißt das Programm des Motorsport-Weltverbandes FIA, um mehr Frauen für den Motorsport zu begeistern. Die Scuderia Ferrari verpflichtet nun nach einem langen Auswahlprozess zum ersten Mal eine Pilotin für ihr Nachwuchsprogramm. Die Siegerin ist eine 16-jährige Niederländerin.

Mick Schumacher bekommt im Förderprogramm von Ferrari weibliche Gesellschaft. Die Scuderia gab bekannt, dass die 16-jährige Niederländerin Maya Weug das mehrmonatige Casting im Rahmen der vom Motorsport-Weltverband FIA ins Leben gerufenen Initiative "Girls on Track - Rising Stars" für sich entscheiden hat. Weug wird in der kommenden Saison in der Formel 4 fahren.

Die Ferrari-Nachwuchsakademie hatte bislang ausschließlich männliche Mitglieder, prominentester Vertreter ist momentan Mick Schumacher. Der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher schaffte mit der Unterstützung Ferraris den Aufstieg in die Königsklasse und gibt in der anstehenden Saison sein Debüt für das US-Team Haas. Auch der aktuelle Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat das Nachwuchsprogramm durchlaufen.

Julia Ayoub (15), Antonella Bassani (beide Brasilien/14), Doriane Pin (Frankreich/16) und die nun verpflichtete Weug hatten sich in der seit dem vergangenen Sommer laufenden Auswahlphase durchgesetzt und durften nun in Maranello und Fiorano ihr Talent noch einmal zeigen. Neben Simulator- und Testfahrten gehörte auch ein Treffen mit Carlos Sainz jr. zum fünftägigen Programm. Der Spanier übernimmt in der anstehenden Formel-1-Saison Sebastian Vettels Ferrari-Cockpit.

"Ich werde diesen Tag niemals vergessen", wird Weug auf der offiziellen Seite der Formel 1 zitiert: "Ich bin so glücklich, die erste Fahrerin zu sein, die in die Ferrari-Akademie aufgenommen wird." Sie könne es kaum erwarten, sich auf ihre erste Saison in einem Formel-Auto vorzubereiten, so die 16-Jährige, deren Vorbild dem Bericht nach ihr künftiger Ferrari-Kollege Leclerc ist.

FIA-Präsident Jean Todt betonte in einem Glückwunsch-Tweet die Bedeutung der "Girls on Track"-Initiative als "unverzichtbar für unsere Zusage, uns für Gender-Diversität in unserem Sport einzusetzen".

Quelle: ntv.de, tsi/sid