Formel1

Neuer Chef ist ein Ex-Roter Ferraris Einfluss auf die Formel 1 wächst

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Stefano Domenicali wird neuer Chef der Formel 1.

(Foto: imago images/LaPresse)

Die Formel 1 bekommt einen neuen Chef - und die Personalie dürfte vor allem einen Rennstall ganz besonders freuen. Mit Stefano Domenicali soll ein früherer Ferrari-Boss die Geschicke der Motorsport-Königsklasse übernehmen. Der Einfluss der Scuderia könnte damit weiter wachsen.

An der Spitze der Formel 1 bahnt sich eine spektakuläre Neubesetzung an. Wie internationale Fachmedien übereinstimmend berichten, soll der frühere Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali zum Jahreswechsel den bisherigen Königsklassen-CEO Chase Carey ablösen. Dies sei den zehn Rennställen am Dienstag mitgeteilt worden. Eine offizielle Bestätigung des Formel-1-Rechteinhabers Liberty Media steht noch aus.

Der 55-jährige Domenicali war in der Erfolgsära Michael Schumachers bei Ferrari mit insgesamt elf WM-Titeln zwischen 1999 und 2004 unter anderem als Sportdirektor tätig, von November 2007 bis April 2014 war er Teamchef der Scuderia. Derzeit ist Domenicali Geschäftsführer bei der Volkswagen-Tochter Lamborghini, dazu leitet er beim Automobil-Weltverband Fia die Monoposto-Kommission.

Über einen Wechsel an der Formel-1-Spitze wird schon länger spekuliert, nachdem zuletzt mit dem Abschluss eines neuen Grundlagenvertrags mit allen Herstellern die langfristige Zukunft der Rennserie geregelt worden war. Die Formel 1 soll im bisherigen Format bis mindestens 2025 fortgeführt werden.

Carey hatte das Amt des Geschäftsführers Anfang 2017 nach der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media angetreten. Für ihn musste der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone den Posten räumen. Nun läuft Careys eigener Vertrag aus. Der Amerikaner werde dem Sport aber erhalten bleiben, heißt es. Er soll in der Rolle des Formel-1-Präsidenten repräsentative Aufgaben übernehmen.

Sollte Domenicali nun in die Rolle aufrücken, könnte dies den Einfluss von Ferrari auf die Motorsport-Königsklasse weiter stärken. Auch Fia-Präsident Jean Todt war lange Ferrari-Teamchef. Der aktuelle Formel-1-Sportchef Ross Brawn war in Todts Amtszeit Technik-Direktor bei der Scuderia und galt als wichtiger Faktor bei allen Titelgewinnen von Michael Schumacher.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid