Formel1

GP von Aserbaidschan verschoben Formel-1-Auftakt verzögert sich noch länger

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Es wird noch dauern, bis sich die Formel-1-Piloten auch auf der Strecke wieder begegnen.

(Foto: imago images/Action Plus)

Rennsportfans müssen noch länger auf den Auftakt der Formel-1-Saison warten: Die Organisatoren des Großen Preises von Aserbaidschan geben die Absage des Rennens bekannt. Es ist bereits der achte Grand Prix, der ausfällt. Damit startet die Königsklasse frühestens am 14. Juni.

Die Hoffnung auf einen Start der Formel-1-Saison Anfang Juni haben sich zerschlagen. Der Große Preis von Aserbaidschan wird ebenfalls verschoben. Der Grand Prix sollte eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Entscheidung sei nach "ausführlichen Diskussionen" mit den Formel-1-Verantwortlichen, dem Automobil-Weltverband und der Regierung in Aserbaidschan getroffen worden, hieß es vom Veranstalter am Montag.

Das Rennen soll gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Es ist bereits der achte Grand Prix, der wegen der Corona-Pandemie vorerst abgesagt wurde. 22 waren ursprünglich geplant und damit so viele wie noch nie.

Historisch später Saisonstart

Medienberichten zufolge scheiterte eine Durchführung des Grand Prix in Baku auch am Aufbau für das spektakuläre Stadtrennen. Dieser sei aufgrund der derzeit in Aserbaidschan geltenden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr zeitlich einzuhalten gewesen. Der früheste Saisonstart nach dem bislang gültigen Rennkalender wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal. Auch ohne die jüngste Verschiebung war bereits klar, dass die Formel 1 den spätesten Saisonstart ihrer Geschichte erleben wird. 1951 startete die Serie am 27. Mai in der Schweiz in die Saison.

Die Motorsport-Königsklasse musste bereits die Rennen in Australien, Bahrain, China, Vietnam, den Niederlanden, Spanien und Monaco für die geplanten Termine bis Ende Mai absagen. Zumindest die für Mai geplanten Rennen im niederländischen Zandvoort und in Barcelona sollen im Laufe des Jahres nachgeholt werden, der berühmte Große Preis von Monaco in Monte Carlo ist dagegen bereits komplett abgesagt. Eigentlich sollten in diesem Jahr erstmals 22 Rennen in einer Saison stattfinden.

Die Formel-1-Bosse streben in einem überarbeiteten Kalender für dieses Jahr immerhin 15 bis 18 Rennen an. Das teilte Geschäftsführer Chase Carey am Montag in einem längeren Statement auf der Homepage der Formel 1 mit. Details zum Kalender nannte Carey nicht. "Im Moment kann niemand sicher sagen kann, wann sich die Situation verbessern wird. Wenn sie es tut, werden wir bereit sein, wieder Rennen zu fahren", sagte der US-Amerikaner: "Wir sind entschlossen, unseren Fans eine WM-Saison 2020 zu bieten."

Gefahren werden soll auch in der eigentlichen Sommerpause, die in den März und April vorgezogen wurde. Carey geht zudem davon aus, dass das Finale nach dem letzten November-Wochenende stattfinden wird, am dem eigentlich das letzte Saisonrennen in Abu Dhabi im bisherigen Kalender steht. Die Renndaten würden sich insgesamt noch mal deutlich ändern.

Quelle: ntv.de, ter/dpa