Formel1

Vettel blickt bereits auf 2019 Hamilton gewinnt Saisonfinale in Abu Dhabi

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Eine letzte Machtdemonstration von Lewis Hamilton: Der alte und neue Weltmeister gewinnt das Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi.

(Foto: imago/Motorsport Images)

Standesgemäßer Ausklang der Formel-1-Saison 2018 für Weltmeister Lewis Hamilton: Der Mercedes-Pilot gewinnt den Großen Preis von Abu Dhabi vor Sebastiab Vettel im Ferrari. Nico Hülkenberg hebt mit seinem Renault bereits in der ersten Runde spektakulär ab.

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich mit Stil in die Winterpause der Formel 1 verabschiedet. Der Mercedes-Star gewann unter den Augen von Hollywood-Star Will Smith von der Pole Position aus souverän das letzte Rennen der WM 2018 in Abu Dhabi und feierte am Ende eines herausragenden Jahres seinen elften Saisonsieg. Sein Ferrari-Rivale Sebastian Vettel hatte nach der WM-Niederlage erneut keine Chance auf den erhofften Trostpreis, wurde aber immerhin Zweiter vor Max Verstappen im Red Bull. "Tolle Arbeit, Lewis, das ganze Jahr über und auch heute", funkte die Mercedes-Box nach dem Zieleinlauf ins Cockpit des alten und neuen Weltmeisters.

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Vettel hatte sich trotz Startplatz drei Hoffnungen gemacht, nach drei Monaten mal wieder ein Rennen zu gewinnen. Doch wie so oft in diesem Jahr war Hamilton zu stark. 2019 will der Heppenheimer den nächsten Anlauf nehmen, der erste WM-Titel mit der Scuderia ist nach wie vor das erklärte Ziel. Alle im Team seien extrem motiviert, diesen "letzten Schritt zu machen", hatte Vettel vor dem Rennen gesagt.

Für Nico Hülkenberg war der Arbeitstag schon nach wenigen Kurven beendet. Der Emmericher hob bei einem Duell mit Romain Grosjean in seinem Renault ab, überschlug sich zwei Mal spektakulär und kam kopfüber zum Stehen. "Da ist Feuer. Ich hänge hier wie eine Kuh, seht zu, dass ihr mich hier rausbekommt", sagte der 31-Jährige am Funk. Streckenposten kamen zum Löschen und befreiten Hülkenberg aus seinem Wrack, der Emmericher stieg unverletzt aus. Fernando Alonso (McLaren) hatte in seinem letzten Formel-1-Rennen die Punkteränge als Elfter lange vor Augen, fiel aber nach einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen Abkürzens in der vorletzten Runde noch zurück.

Verstappen flucht über zu "heißen" Motor

Nachdem es schon am Start keine Verschiebungen gegeben hatte, verteidigte Hamilton auch nach der Safety-Car-Phase im Anschluss an den Hülkenberg-Crash seine Führung. Dahinter drehten Valtteri Bottas und Vettel ihre Runden, während Kimi Räikkönens letztes Rennen für Ferrari in einem kleinen Drama endete. Der Finne musste seinen roten Wagen wegen technischer Probleme schon nach sechs Runden abstellen. Weiter hinten leisteten sich Verstappen und Esteban Ocon (Racing Point Force India) zwei Wochen nach ihrer Fehde von Brasilien ihren nächsten hart geführten Kampf. Verstappen fluchte zu Beginn des Rennens über seinen zu "heißen" Motor, konnte dann aber doch wegziehen.

Hamilton nutzte als einziger Fahrer aus der Spitze das virtuelle Safety-Car nach dem Räikkönen-Aus zum Reifenwechsel und steckte danach hinter den beiden Red Bull im Verkehr fest. Doch der Brite sollte mit seinen neuen Pneus bis zur Ziellinie durchfahren. Nachdem dann alle an der Box waren, lag Hamilton wie von seiner Crew versprochen wieder in Führung und ließ sich auch vom einsetzenden leichten Regen in der Wüste nicht beeindrucken.

Der 33-Jährige ruht nach seinem fünften Titel ohnehin in sich selbst. Vor dem Rennen hatte er sich noch ein kleines Späßchen mit seinem Kumpel Will Smith geleistet. Mercedes verbreitete ein Internet-Video, in dem Hamilton von dem Schauspieler gefesselt auf einem Stuhl sitzt und vergebens fleht, freigelassen zu werden. Smith wollte unbedingt für seinen Kumpel das Rennen fahren. Hinter Hamilton legte sich Vettel dann Bottas zurecht und drängte sich in der 35. Runde an dem Finnen vorbei. Kurze Zeit später ließ auch Verstappen Bottas stehen, während Hamilton entspannt seinem 73. Grand-Prix-Sieg entgegenfuhr.

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Quelle: n-tv.de, Kristof Stühm, sid

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