Der Schock über die Todesnachricht sitzt tief: Niki Lauda ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Jetzt gibt die Familie weitere Details zu seinem Tod bekannt. Die Formel-1-Legende ist "im Kreise seiner engsten Familie in der Universitätsklinik in Zürich friedlich eingeschlafen". Das teilten die Angehörigen in einem weiteren Statement mit, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.
Niki Lauda im Alter von 70 Jahren gestorben

"In den letzten zehn Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite. Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte", heißt es demnach weiter. Gezeichnet wurde die Mitteilung von Laudas Ehefrau Birgit, seiner Ex-Gattin Marlene und seinen Kindern Lukas, Matthias, Max und Mia.
"Niki Lauda hat gekämpft"
Die Universitätsklinik Zürich gab aus Datenschutzgründen keine Auskunft. Sein Arzt, Walter Klepetko vom Wiener Allgemeinen Krankenhaus sprach dagegen mit der APA. Laudas Tod kam nach seinen Angaben nicht ganz überraschend. "Niki Lauda hat gekämpft. Er war ein toller Mann. Aber es war seit einiger Zeit klar, dass wir ihn nicht mehr auf die 'Rennstrecke' zurückbringen können", sagte Klepetko. "Es gibt keine Todesursache. Es war ein langer Prozess, an dessen Ende der Patient gegangen ist."
"Habe es satt, blöd im Kreis herumzufahren"
Die österreichische Formel-1-Legende war in der Nacht auf Dienstag gestorben. Der 70-Jährige mit der roten Kappe als Markenzeichen hatte seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring 1976 immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Durch Spätfolgen hatte er sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen. Lauda hatte Anfang August 2018 eine Spender-Lunge erhalten, nachdem sich sein Zustand wegen einer Entzündung der Lungenbläschen dramatisch verschlechtert hatte. Klepetko hatte sich nach dem Eingriff immer wieder optimistisch gezeigt, dass sein Patient wieder auf die Beine kommen werde. In der Reha machte Lauda zunächst auch große Fortschritte, die Hoffnung auf eine Rückkehr an seine geliebte Rennstrecke erfüllte sich für ihn aber nicht mehr.