Formel1

Wehrlein crasht im F1-Training Ricciardo top, Vettel hängt Hamilton ab

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Daniel Ricciardo war in Ungarn der Trainingsweltmeister.

(Foto: AP)

Das Training zum heißesten Formel-1-Rennen des Jahres in Ungarn beginnt aufregend: Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo düpiert die WM-Favoriten Sebastian Vettel und Lewis Hamilton, für die es nicht rund läuft. Das gilt auch für Pascal Wehrlein, der sein Auto zerlegt.

Nebenrollen für Sebastian Vettel und Lewis Hamilton: Daniel Ricciardo hat den Stars im Titelkampf der Formel 1 die Show gestohlen und den Auftakt beim Großen Preis von Ungarn dominiert. Der Red-Bull-Pilot fuhr im freien Training in 1:18,455 Minuten die deutliche Bestzeit und verwies Ferrari-Pilot Vettel (1:18,638) mit fast zwei Zehnteln Vorsprung auf den zweiten Rang.

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Totalschaden: Der Sauber von Pascal Wehrlein.

(Foto: dpa)

Hamilton (England/1:18,779) im Mercedes wurde mit mehr als drei Zehnteln Rückstand nur Fünfter, noch hinter seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (1:18,656) und Kimi Räikkönen (beide Finnland/1:18,720) im zweiten Ferrari. Im letzten Rennen vor der Sommerpause geht es am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker) um die Führung im WM-Klassement - nur ein Punkt trennt Spitzenreiter Vettel von Verfolger Hamilton.

Hungaroring ein Red-Bull-Kurs?

Vor dem Qualifying am Samstag (14 Uhr/RTL und im n-tv.de Liveticker) scheint es nun allerdings, als könne Red Bull die Besonderheiten des Hungarorings für eine Überraschung nutzen. Der kurvige Kurs mit wenig Vollgasanteil kommt dem starken Chassis des früheren Weltmeisterteams entgegen, die Motorleistung ist weniger entscheidend. "Es wird eine große Herausforderung, weil es keine Powerstrecke ist", sagte auch Hamilton: "Es dürfte ziemlich eng zwischen den Top-Teams zugehen."

Gerade unter diesen Voraussetzungen will Hamilton "wieder den Unterschied machen", sagte der Engländer, der mit fünf Ungarn-Siegen Rekordhalter vor den Toren Budapests ist. Am Samstag kann er zudem Geschichte schreiben: Mit der 68. Pole Position seiner Karriere würde er die bisherige Bestmarke von Michael Schumacher einstellen.

Negativserie juckt Vettel nicht

Nach zwei Monaten ohne Sieg steht Vettel indes unter Druck, kurz vor der Pause droht ihm diese lange Zeit so starke Saison zu entgleiten. Vettel will die Negativserie allerdings nicht überbewerten und verweist auf viele Zwischenfälle in den vergangenen Rennen - zuletzt war es der Reifenschaden kurz vor Schluss in Silverstone. "Manchmal fliegt die Scheiße in den Ventilator", sagte er in Ungarn grinsend: "Und dann wird es eben unangenehm. Zuletzt ist vieles zusammengekommen. Wir sollten uns mit den Rennen beschäftigen, die gut für uns liefen. Und davon gab es einige."

Nico Hülkenberg (1:19,714) fuhr im Renault auf den guten siebten Rang, weniger gut lief die Session für Pascal Wehrlein (1:21,722). Der Worndorfer bereitete seinem Sauber-Team jede Menge Arbeit, als er nach knapp einer Stunde von der Strecke flog und seinen Boliden beim Einschlag in die Reifenstapel zerstörte. Das Training musste unterbrochen werden, Wehrlein blieb offenbar unverletzt.

Quelle: ntv.de, cwo/sid