Formel1

Neuer Zoff wegen Max Verstappen Rosberg rückt F1-Verhältnisse vorerst gerade

46c28a1cc40b4bc41cb60e80ea2aa65b.jpg

Nico Rosberg holte in den vergangenen beiden Jahren die Pole in Brasilien - und anschließend auch den Sieg. Das würde diesmal zum vorzeitigen WM-Triumph reichen.

(Foto: imago/LAT Photographic)

Vor seinem ersten Matchball im WM-Duell mit Lewis Hamilton untermauert Nico Rosberg in Brasilien seine Titelambitionen mit der Bestzeit im letzten Training. Allerdings droht Ungemach durch das Wetter - und durch Red-Bull-Rambo Max Verstappen?

*Datenschutz

WM-Aspirant Nico Rosberg hat im Abschlusstraining zum Großen Preis von Brasilien auf abtrocknender Strecke die schnellste Runde gefahren und seinen Mercedes- und Titelrivalen Lewis Hamilton (England) erstmals an diesem Wochenende übertroffen. Rosberg, der mit einem Sieg im vorletzten Saisonlauf in Sao Paulo vorzeitig Weltmeister wäre, war in 1:11,740 Minuten allerdings lediglich 0,093 Sekunden schneller als der dreimalige Champion (1:11,833).

Für das Qualifying am Nachmittag und vor allem für das Rennen am Sonntag (jeweils 17 Uhr MEZ/RTL und n-tv.de Liveticker) ist teils kräftiger Regen vorhergesagt. Deswegen beschränkten sich Rosberg, der sich bei anfänglichem Nieselregen zwei kleine Ausritte leistete, und Hamilton lange Zeit auf Rennsimulationen.

Als die Silberpfeile aber ernst machten, setzten sie sich an die Spitze. Dahinter folgten allerdings in geringen Abständen der Heppenheimer Sebastian Vettel (1:11,959) und sein finnischer Ferrari-Teamkollege (1:12,027). Ebenfalls nicht weit weg von den Mercedes waren die Red Bulls von Max Verstappen (Niederlande/1:12,077) und Daniel Ricciardo (Australien/1:12,287).

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg beendete das dritte freie Training auf Position elf (1:13,203). Manor-Pilot Pascal Wehrlein, der noch kein Cockpit für 2017 sicher hat, schlug sich ordentlich und kam auf Rang 19 (1:13,972).

Zoff wegen Max Verstappen

Am Rande des Großen Preises von Brasilien schlagen derweil die Wogen weiter hoch wegen der jüngsten Rüpeleien von Red-Bull-Youngster Max Verstappen. Grund ist ein Anruf von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff beim Vater von Verstappen junior, Jos Verstappen. Dabei ging es ging um das Verhalten des 19-jährigen Niederländers beim vergangenen Rennen in Mexiko. Max Verstappen hätte dort fast einen Zusammenstoß im Red Bull mit dem Mercedes von WM-Spitzenreiter Rosberg gehabt.

Deshalb habe Wolff laut eigener Aussage Jos Verstappen nur sagen wollen, dass es schade für den Ruf des jungen Niederländers wäre, wenn er den Titelkampf durch ein unbedachtes Manöver entscheiden würde, heißt es in Medienberichten. Der Anruf des Mercedes-Teamchefs beim Verstappen-Vater missfiel einem Bericht von "auto motor und sport" zufolge aber den Verantwortlichen des Red-Bull-Rennstalls.

"Wenn Herr Wolff etwas von uns will, dann soll er die Verantwortlichen von Red Bull kontaktieren und nicht den Vater. Wir fahren unser eigenes Rennen", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko. Der für seine Sprüche bekannte österreichische Wolff-Landsmann legte noch nach und schlug vor, Mercedes könne seine beiden Fahrer um 11.00 Uhr ein Rennen fahren lassen und der Rest starte um 14.00 Uhr.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

Mehr zum Thema