Formel1

"Das kommt ihm entgegen" Schumacher-Debüt wird ungewöhnlich ruhig

Das Interesse an der Formel-1-Premiere von Mick Schumacher ist riesig. Seine Managerin Sabine Kehm glaubt deshalb, dass die Corona-Einschränkungen dem 21-Jährigen den Einstand am Nürburgring erleichtern. Ihre Begründung dafür erscheint einleuchtend.

Die coronabedingten Einschränkungen rund um den Großen Preis der Eifel auf dem Nürburgring könnten Mick Schumacher das Formel-1-Debüt durchaus ein wenig erleichtern. "Ich denke, das kommt ihm vielleicht sogar entgegen", sagt zumindest Sabine Kehm, die Managerin des 21-jährigen Hoffnungsträgers. Schließlich ist das Interesse riesig an dem jungen Mann mit dem berühmten Nachnamen, der im ersten Freien Training am Freitag (ab 10.55 Uhr live bei ntv, bei ntv.de und bei RTL.de) erstmals an einem offiziellen Rennwochenende teilnimmt.

Die Begründung, die Kehm im exklusiven ntv-Interview dazu liefert, erscheint so nachvollziehbar wie einleuchtend: "Es können ja gar nicht so viele Journalisten im Fahrerlager sein, er kann gar nicht auf den Wegen zwischen Motorhome und Garage so viel angesprochen werden." Denn kaum ein Name sorgt im Motorsport für so viel Aufmerksamkeit wie Schumacher, schließlich ist Micks Vater Michael mit seinen sieben WM-Titeln und 91 Rennsiegen noch immer der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte. Doch der Zutritt zur Traditionsstrecke ist limitiert, um die Ausbreitung des Coronavirus bestenfalls zu stoppen, aber zumindest nicht zu beschleunigen.

Deshalb sind nicht nur die Zuschauerzahlen auf voraussichtlich rund 20.000 Fans begrenzt, sondern auch der (räumliche) Zugang zu den Piloten. Statt im Fahrerlager von Kameras und Mikrofonen umgeben zu sein und verfolgt zu werden - was ohne die inmitten der Pandemie notwendigen Einschränkungen laut Kehm "wahrscheinlich der Fall wäre" -, könne er sich dort weitgehend frei bewegen. Mick Schumacher gebe das die Chance, sich auf seine erste echte Bewährungsprobe im Alfa Romeo zu konzentrieren.

Denn auch ohne die große mediale Nachfrage hat der 21-Jährige, der in der Formel 2 vier Rennen vor Saisonende die Gesamtwertung anführt und als Topfavorit für die Meisterschaft gilt, genug zu tun. "So viel wie möglich mitzunehmen, so viel wie möglich zu lernen, so viele Einsichten wie möglich zu bekommen", darum gehe es vor allem, sagt Kehm. Sie selbst kennt die Königsklasse in- und auswendig, begleitete dort Michael Schumacher und arbeitete für Ferrari und weiß daher, worauf Mick achten sollte: "Das ganze Wochenende wird für ihn ein erster Einblick, was es bedeutet, in der Formel 1 zu fahren."

Dazu gehört auf Dauer sicherlich auch, mit dem großen Medieninteresse zurechtzukommen, das der Name Schumacher eben so mit sich bringt. Schließlich erklärt Kehm, dass es in den vergangenen Tagen "sehr, sehr viele Anfragen" gegeben habe, vermutlich deutlich mehr als ohnehin schon. Aber "diese physische Präsenz" der Presse, die eine Formel-1-Premiere eben mit sich bringt, wenn der Sohn des Rekordweltmeisters sie feiert, die fällt eben wesentlich geringer aus. Was für Mick Schumacher die Chance bietet, in Ruhe den nächsten Schritt zu machen. Eine Chance, die er auf seinem bisherigen Karriereweg stets zu nutzen wusste.

Quelle: ntv.de, tsi