Formel1

"So gewinnt man Meisterschaften" Schumacher siegt sich Richtung Formel 1

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Glänzend in Form: Mick Schumacher.

(Foto: REUTERS)

Selbstbewusst und das völlig zurecht: Mick Schumacher spricht nach seinem zweiten Saisonsieg in der Formel 2 ganz offen von der Meisterschaft. In Sotschi präsentiert er sich schonmal in meisterlicher Form. Da kommt die Motorsport-Königsklasse kaum an ihm vorbei.

Mick Schumacher präsentiert sich in der Formel 2 weiter in meisterlicher Form und hält Kurs auf seinen ersten Titel. Der 21-Jährige vom Prema-Team gewann souverän das Hauptrennen im russischen Sotschi, seine Führung im Gesamtklassement baute er damit aus. Schumacher feierte seinen zweiten Saisonsieg vor Red-Bull-Junior Yuki Tsunoda (Japan/Carlin) und seinem Hauptkonkurrenten Callum Ilott (Großbritannien/Uni-Virtuosi Racing).

"Wir hatten im Qualifying die Geschwindigkeit und haben das auch im Rennen umgesetzt", sagte Schumacher: "Wir haben jetzt Konstanz, wir holen Podien und viele Punkte - so gewinnt man am Ende Meisterschaften. Wir haben als Team hart gearbeitet und uns verbessert, und das zahlt sich jetzt aus."

Nur noch fünf Rennen stehen in dieser Saison auf dem Programm, Schumacher führt mit nun 186 Punkten vor Ilott (168). Und das Titelduell ist aus einem weiteren Grund brisant: Wie Schumacher ist auch Ilott Ferrari-Junior und hofft auf den Sprung in die Formel 1. Mittlerweile gilt Schumacher als Favorit auf den Aufstieg in der kommenden Saison, auch der Trend spricht für den Deutschen: In den vergangenen acht Rennen stand er bei zwei Siegen insgesamt sechsmal auf dem Podest.

Schumachers reife Darbietung in Sotschi dürfte seine Chancen auf ein Cockpit in der Königsklasse weiter erhöht haben. Noch in dieser Saison soll er einen Einsatz bei einem der Ferrari-Partnerteams Alfa Romeo oder Haas in einem Freien Training bekommen. Nach dem Rennen jedenfalls holte er sich die Glückwünsche von Scuderia-Teamchef Mattia Binotto ab. Die hartnäckigen Spekulationen aber schiebt Schumacher noch beiseite. "Ich konzentriere mich zu 100 Prozent auf die Saison in der Formel 2, danach schauen wir weiter", sagte er.

Sechs Sekunden Vorsprung

Schon das Qualifying im Olympiapark von 2014 verlief mit Startplatz drei gut für Schumacher. Das Rennen war dann noch besser: Schumacher erwischte einen starken Start und zog umgehend am Inder Jehan Daruvala vorbei. Wegen eines Unfalls im Mittelfeld musste das Safety-Car für zwei Runden ausrücken. Danach fuhr Schumacher bis zu den ersten Boxenstopps hinter dem führenden Tsunoda. In der 19. Runde schloss der Pilot des Prema-Teams zum Japaner auf und zog mit einem tollen Manöver vorbei. Im Ziel hatte er mehr als sechs Sekunden Vorsprung.

Anfang September hatte Schumacher in Monza seinen ersten Saisonsieg gefeiert, eine Woche später übernahm der Ferrari-Juniorpilot die Spitze der Gesamtwertung. Mit seinem Sieg in Sotschi nährt er nun seine Hoffnungen auf einen Aufstieg in die Formel 1 zur neuen Saison. Am Sonntag findet in Sotschi noch das Sprintrennen statt, Schumacher wird dann von Rang acht starten.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa