Formel1

F1-Attacke auf Mercedes-Dominanz Verstappen gibt nichts auf Zurückhaltung

Die Hälfte aller Rennen gewinnen und die Dominanz des Mercedes-Teams brechen: mit kleinen Zielen hält sich Max Verstappen nicht auf. Der Red-Bull-Pilot verrät seine Pläne für die neue Formel-1-Saison - und warum er zuversichtlich ist, seinen Aufwärtstrend fortzusetzen.

An Selbstvertrauen hat es Max Verstappen noch nie gefehlt. Und so kündigt der 22-Jährige vor seiner bereits sechsten Saison der Formel 1 an, mindestens die Hälfte aller Rennen gewinnen zu wollen. "50 Prozent oder so" wären schön, "und dann natürlich am Ende Weltmeister werden." Das verriet der Red-Bull-Pilot im exklusiven Interview mit RTL/ntv. Die Zielsetzung, den Titel in der Motorsport-Königsklasse zu holen, schränkte er allerdings gleich im nächsten Satz mit einem Lachen ein: "Aber ich glaube, das wollen andere auch." Am Rande der Testfahrten in Barcelona sprach der Niederländer über seine Ambitionen, die Dominanz des Mercedes-Teams zu durchbrechen. Seit 2014 siegte Mercedes sechs Jahre in Folge in der Fahrer- und in der Konstrukteurswertung, damit soll nun Schluss sein, zumindest wenn es nach Verstappen geht: "Wir werden es natürlich versuchen."

Hoffnung macht ihm dafür, dass der RB16 beim Test auf dem Circuit de Catalunya einen deutlich besseren Eindruck macht als der Vorgänger: Der Wagen biete insgesamt "mehr Grip" und "stabilen Grip durch die ganze Kurve, beim Einlenken und beim Gasgeben". In der vergangenen Saison sei das schwieriger gewesen. "Bis jetzt ist es viel besser", so Verstappens Zwischenfazit. An den ersten drei Testtagen spulten der 22-Jährige und sein Teamkollege Alexander Albon 471 Runden ab, nur Mercedes umrundete die Strecke in Katalonien 23 Mal öfter. "Es ist überall schnell", urteilte Verstappen danach über das Auto. Und auch Teamchef Christian Horner wusste gutes zu berichten: "Ich denke, wir sind in der besten Verfassung, in der wir in der Hybrid-Ära je waren."

Erstmals ein Heimrennen

Das käme Verstappen sicher gelegen, der seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend nur allzu gerne fortsetzen möchte. 2019 war sein bisher bestes Jahr in der Formel 1, die drei Rennsiege in Österreich, Deutschland und Brasilien waren ebenso eine persönliche Bestmarke wie der dritte Platz in der Fahrer-WM hinter den Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Beim Großen Preis von Ungarn startete Verstappen zudem erstmals von der Poleposition, auch in Brasilien sicherte er sich Startplatz eins. Kein Wunder also, dass er Anfang Januar seinen Vertrag mit Red Bull bis 2023 verlängerte.

Eine Premiere steht für Verstappen auch in der am 15. März beginnenden 71. Formel-1-Saison an: das erste Heimrennen. In Zandvoort wird derzeit an der Strecke gebaut, deren Highlight eine Steilkurve ist. Am 3. Mai soll dort erstmals seit 1985 wieder der Große Preis der Niederlande gestartet werden, bis zu eine Million Zuschauer werden für die drei freien Trainings und das Rennen erwartet. "Das wird natürlich ein besonderes Wochenende", blickt Verstappen voraus: "Ein Heimrennen zu gewinnen, ist immer besonders. Wobei er anmerkte, dass ihm der Ort, an dem er in der kommenden Saison ganz oben auf dem Podium steht, im Großen und Ganzen ziemlich egal ist: "Wenn wir zehn Rennen gewinnen, dann ist das schon gut."

Quelle: ntv.de, tsi