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Vettel hat mit dem Rennausgang in Abu Dhabi nichts zu tun, für den Vize-Titel reicht es dennoch.
Vettel hat mit dem Rennausgang in Abu Dhabi nichts zu tun, für den Vize-Titel reicht es dennoch.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 26. November 2017

Bottas siegt in Abu Dhabi: Vettel erstmals Vize-Weltmeister mit Ferrari

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas gewinnt das Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi vor Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil. Sebastian Vettel belegt im Ferrari den dritten Rang und sichert sich damit seine erste Vizeweltmeisterschaft mit der Scuderia.

Kein letztes Giganten-Duell, kein versöhnlicher Sieg zum Abschluss - Sebastian Vettel ist beim Formel-1-Saisonfinale nur der Trostpreis geblieben. Der Ferrari-Pilot musste sich beim Doppelsieg von Mercedes in Abu Dhabi mit Rang drei und der ungeliebten Statistenrolle begnügen.

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Immerhin machte der Heppenheimer damit aber seine erste Vizeweltmeisterschaft mit der Scuderia vor Rennsieger Valtteri Bottas perfekt. Platz zwei ging an den seit vier Wochen als Champion feststehenden Lewis Hamilton. Mit 317 Punkten hielt sich Vettel, der den Titel schon im "schwarzen" Ferrari-Herbst binnen drei Rennen an Hamilton (363) so gut wie verloren hatte, Bottas (305) in der Fahrerwertung vom Leib - damit belegen zum ersten Mal seit 2013 nicht zwei Mercedes-Fahrer die ersten beiden Plätze in der WM.

Vettel am Ende souverän

Bottas, der das Cockpit des zurückgetretenen 2016er-Weltmeisters Nico Rosberg übernommen hatte, holte seinen dritten Sieg für die Silberpfeile. Für Vettel ist das dritte Ferrari-Jahr mit fünf Siegen und guten WM-Chancen bis in den Oktober das bislang mit Abstand beste. Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda hatte den zweiten WM-Rang für Bottas selbst nach dessen starkem Qualifying als "unmöglich" bezeichnet. Und tatsächlich geriet Vettel, dem Rang acht zur Vizeweltmeisterschaft gereicht hätte, zumindest von hinten nie in Gefahr.

Hülkenberg sichert Renault Platz sechs in der Teamwertung.
Hülkenberg sichert Renault Platz sechs in der Teamwertung.(Foto: imago/HochZwei)

Der Emmericher Nico Hülkenberg im Renault wurde trotz einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen Abkürzens Sechster und sicherte seinem Rennstall noch den sechsten Platz in der Team-WM - und damit einige Millionen zusätzlich. Pascal Wehrlein, der für 2018 noch auf ein Cockpit hofft, fuhr im unterlegenen Sauber auf Rang 14 vor. Williams-Pilot Felipe Massa beendete das 269. und letzte Formel-1-Rennen seiner Karriere auf dem zehnten Platz.

Für Vettel ist es die zweite Vizeweltmeisterschaft nach 2009 für Red Bull, danach folgten vier WM-Titel in Folge für den Hessen beim Brause-Rennstall. Eine derartige Dominanz für die nächsten Jahre deuteten Vettel und Ferrari heute nicht an, in einem unspektakulären Rennen kämpfte Vettel mit stumpfen Waffen gegen auf dem Wüstenkurs starke Silberpfeile.

Bei Hamilton "die Luft raus"

Pole-Setter Bottas erwischte dieses Mal einen besseren Start als in Brasilien. Während er vor zwei Wochen in Sao Paulo trotz Pole in der ersten Kurve von Vettel überholt wurde, kam der 28-Jährige dieses Mal aus der Spitzengruppe am besten weg. Vettel verteidigte Rang drei, er verlor aber rasch den Kontakt zu Bottas und dem direkt vor ihm fahrenden Hamilton.
"Vielleicht ist jetzt bei Lewis schon die Luft raus", hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem nächsten keineswegs fehlerlosen Qualifying von Hamilton festgestellt.

Erinnerungen an 2015 drängen sich auf: Da hatte Hamilton gar im viertletzten Rennen den Titel gewonnen. "Die letzten fünf bis zehn Prozent" habe er anschließend nicht mehr investiert, räumte Hamilton später ein. Sein moralisch am Boden liegender Teamrivale Nico Rosberg feierte zum Saisonabschluss drei relativ einfache Siege, nahm viel Selbstvertrauen mit ins Jahr 2016 - und gewann nicht zuletzt dank vier Erfolgen zum Saisonauftakt letztlich den ersehnten Titel.

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Quelle: n-tv.de