Formel1

Letztes F1-Training in Monza Vettel setzt Bestzeit, Hamilton macht Druck

d1f175e3f14add46b08036c0e1710740.jpg

In den Trainings zum Ferrari-Heimspiel gab sich Sebastian Vettel keine Blöße.

dpa

Drittes Training, dritte Bestzeit: Ferrari-Star Sebastian Vettel dominiert in Monza bislang wie erwartet das F1-Geschehen. Mercedes-Rivale Lewis Hamilton liegt aber nur haarscharf dahinter. Dessen Ex-Kollege Nico Rosberg vermisst bei Vettel den letzten Biss im Titelkampf.

Auch im Abschlusstraining der Formel 1 für den Großen Preis von Monza ist Sebastian Vettel beim Ferrari-Heimspiel in Monza die schnellste Runde gefahren. Diesmal lag Vettel aber nur 0,081 Sekunden vor WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes. Dritter wurde Vettels finnischer Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen. Dank des verbesserten Motors gilt Vettel bei der Qualifikation zum Großen Preis von Italien (ab 15 Uhr im n-tv.de Liveticker) als Favorit auf die Pole Position.

Er könnte dann eine schwarze Serie beenden: Zuletzt stand ein Ferrari vor acht Jahren in Monza auf dem ersten Startplatz. Damals hatte der Spanier Fernando Alonso danach auch das Rennen gewonnen. Vettel wartet nach seinem Wechsel zur Scuderia 2015 noch auf einen Sieg mit Ferrari im Königlichen Park. In der WM liegt der 31-Jährige derzeit 17 Punkte hinter Titelverteidiger Hamilton. Beide haben bislang fünf Rennen in diesem Jahr gewonnen.

Nico Hülkenberg kam bei den finalen Übungsrunden nicht über den vorletzten Platz hinaus. Der Reanult-Pilot wird den 14. Saisonlauf am Sonntag wegen einer Startplatz-Strafe und dem Wechsel mehrerer Motorenteile von ganz hinten beginnen müssen.

Hamiltons Schwäche nicht ausgenutzt

Unterdessen sieht der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg seinen einstigen Mercedes-Teamrivalen Lewis Hamilton im Kampf um die WM weiter mit guten Chancen - weil Ferrari-Pilot Sebastian Vettel dessen Schwächen nicht konsequent ausnutze. Weltmeister Hamilton sei der schnellste Fahrer, "er ist aber nicht sehr konstant. Es gibt Phasen, die zwei oder drei Rennen dauern, in denen er sich nicht findet", sagte Rosberg der "Gazzetta dello Sport": "Das sind Gelegenheiten, die man ausnutzen müsste. Doch Vettel hat es nicht getan."

Rosberg weiter: "Vettel arbeitet hart, er kümmert sich um das kleinste Detail, doch er ist manchmal auch zu selbstsicher. Er neigt dann dazu, den anderen die Schuld zu geben." Beim Großen Preis von Italien erwartet der Weltmeister von 2016 dennoch einen Doppelsieg für die Roten, "meiner Meinung nach gewinnt Vettel vor Kimi Räikkönen und Hamilton."

Die plötzliche Umkehr der Kräfteverhältnisse in dieser Saison nach Jahren der Mercedes-Dominanz überrascht Rosberg. "Ich war überzeugt, dass Mercedes in der vergangenen Saison seine Probleme gelöst hatte und diese in den nächsten zwei oder drei Jahren nicht mehr auftauchen würden", sagte der 33-Jährige: "Aber Maranello besitzt jetzt das beste Auto und den besten Motor der Formel 1. Das ist beeindruckend."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

Mehr zum Thema