Fußball-EM

Tränen des Schmerzes, Tränen der Freude Ronaldo erlebt EM-Finaldrama mit Happy End

942c75fe18e8c7eb48df85342efa8a38.jpg

Tränen hatte Cristiano Ronaldo für den Fall des Finalsiegs angekündigt. Er vergoss sie schon nach 25 Minuten, wegen einer Verletzung musste er da schon vom Platz.

(Foto: AP)

Das EM-Endspiel gegen Frankreich soll sein Finale werden. Als Kapitän will Cristiano Ronaldo Portugal zum Titel führen und das Finaltrauma von 2004 vergessen machen. Doch nach 25 Minuten muss Ronaldo verletzt raus, wieder droht ein Trauma. Es endet traumhaft.

Für den dreimaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo war das EM-Finale zwischen Portugal und Gastgeber Frankreich bereits in der 25. Minute beendet. Der EM-Rekordspieler musste nach einem nicht geahndeten Foul des Franzosen Dimitri Payet (8.) mit Schmerzen im linken Knie unter Tränen vom Platz getragen werden.

*Datenschutz

Nach dem Zusammenstoß mit Payet war Ronaldo zunächst intensiv am Spielfeldrand behandelt worden und spielte zunächst weiter, war aber sichtlich eingeschränkt in seinen Bewegungen. Nach knapp 20 Minuten ließ er sich das Gelenk bandagieren und kehrte noch einmal auf das Spielfeld zurück.

Doch nach 24 Minuten ließ er sich auf den Rasen des Stade de France fallen, zog die Kapitänsbinde vom Arm und bedeutete Schiedsrichter Mark Clattenburg, dass er nicht weitermachen könne. Der ließ eine Trage bringen, mit der Ronaldo vom Platz gebracht wurde. Für den portugiesischen Kapitän brachte Trainer Fernando Santos Ricardo Quaresma.

*Datenschutz

Für Ronaldo setzt sich damit die Reihe traumatischer EM-Endspiele fort. 2004 hatte er mit Portugal das Endspiel beim Turnier im eigenen Land sensationell mit 0:1 gegen Außenseiter Griechenland verloren. Zwölf Jahre später wollte der Superstar Portugal nun zum ersten großen Titel führen, das Endspiel galt als Showdown der Superstars Ronaldo und Antoine Griezmann.

"Würde mir soviel bedeuten"

"Es würde mir so viel bedeuten, endlich etwas mit Portugal zu gewinnen", hatte der 31-Jährige vor dem Endspiel von St. Denis gesagt: "Ich habe ansonsten alles gewonnen. Ganz Portugal glaubt daran. Und ich glaube auch daran, dass Portugal am Sonntag zum ersten Mal einen wichtigen Titel gewinnt."

Doch anders als der Franzose Griezmann konnte Ronaldo, der bislang im Turnier mit drei Toren und drei Vorlagen geglänzt hatte, seinem Team im Stade de France nur wenige Minuten helfen.

Sein letztes Saisonspiel im Trikot von Real war ähnlich  dramatisch zu Ende gegangen. Geplagt von einer  Oberschenkel-Verletzung schleppte sich Ronaldo im Mailänder Endspiel  der Königsklasse gegen Atlético Madrid über den Rasen. Doch als es  drauf ankam, im Elfmeterschießen, trat Ronaldo zum entscheidenden  Schuss an - und er setzte den Schlusspunkt zum 5:3. Im EM-Finale blieb ihm ähnlich Entscheidendes verwehrt.

Jubeln durfte er nach einem dramatischen Spiel mit Verlängerung dann doch noch. Nach Ende der regulären Spielzeit war er bereits auf die portugiesische Bank zurückgekehrt und hatte seine Teamkollegen angefeuert. Nach Eders Führungstor in der 109. Minute standen ihm erneut die Tränen in den Augen. Als Schiedsrichter Mark Clattenburg dreizehn Minuten später abpfiff, war Ronaldo von allen Leiden erlöst - und mit ihm elf Millionen Portugiesen.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

Mehr zum Thema