Fußball-WM

Horror-Bilanz gegen Spanien So fliegt Deutschland am Sonntag aus der WM

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Schmerzhafter WM-Auftakt.

(Foto: dpa)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird zum Start in die Fußball-WM krachend ernüchtert. Gegen Japan verliert das Team trotz Führung und steht schon jetzt vor dem Blitz-K.-o. in Katar. Thomas Müller stellt eine einfache Rechnung auf, um den GAU zu verhindern.

Das Vorrunden-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar könnte schon am Sonntag besiegelt sein. Sollte das Team von Bundestrainer Hansi Flick gegen das furiose Spanien (7:0 gegen Costa Rica zum Auftakt) verlieren und Japan zuvor mindestens einen Punkt gegen Costa Rica holen, kann der viermalige Weltmeister das Achtelfinale nicht mehr erreichen. Es wäre der zweite WM-GAU in Folge, nach dem peinlichen Vorrunden-K.-o. in Russland vor vier Jahren.

Komplizierter ist die Situation, wenn Deutschland und Spanien sowie Japan und Costa Rica die Punkte teilen. Die Mannschaft von Flick wäre dann im letzten Duell gegen die Mittelamerikaner auf Schützenhilfe angewiesen. Bei einem Remis zwischen Japan und Spanien wäre Deutschland unumstößlich raus. Beim Sieg einer Mannschaft und Punktgleichheit des unterlegenen Teams mit der DFB-Elf würde zunächst das Torverhältnis entscheiden. Das 7:0 der Spanier gegen Costa Rica ist dabei keine gute Nachricht für die Flick'schen Fußballer.

"Haben die Qualität, Spanien zu schlagen"

"Die K.-o.-Runde hat für uns schon früher begonnen", sagte Thomas Müller nach dem 1:2 gegen Japan zum Auftakt: "Wir brauchen zwei Siege, und zwei Siege kann man nicht einfach so bestellen." Dennoch verbreitete der Führungsspieler auch Zuversicht für das Duell mit dem ehemaligen Welt- und Europameister: "Wir werden uns wieder aufrappeln. Wir haben die Qualität, das Vertrauen und die Spielweise, um auch Spanien zu schlagen."

Zwei Siege würden es deutlich wahrscheinlicher machen, dass das DFB-Team das Achtelfinale erreicht, aber eine Garantie dafür wären sechs Punkte nicht. Schlägt Japan Costa Rica und unterliegt Spanien, stünden gleich drei Teams bei sechs Punkten. Dann entscheidet die Tordifferenz (siehe oben). So oder so: Vom Spiel zwischen Japan und Costa Rica hängt für die deutsche Mannschaft eine Menge ab. Immer vorausgesetzt, dass man selbst gegen Spanien wenigstens irgendetwas holt.

Letztes Duell endet als Katastrophe

Spanien, ausgerechnet Spanien. Die Statistik gegen den Weltmeister von 2010 und dreifachen Europameister ist wenig erbaulich. Die Iberer sind der Angstgegner und die einzige große Nation, gegen die die DFB-Auswahl in diesem Jahrtausend kein Pflichtspiel gewinnen konnte. Der letzte Sieg liegt mehr als 34 Jahre zurück. Bei der Heim-Europameisterschaft 1988 traf Rudi Völler beim 2:0 im Münchner Olympiastadion in der Gruppenphase doppelt. Immerhin: Die deutsche WM-Bilanz gegen Spanien ist positiv. Vor dem Remis 1994 in Chicago und der Halbfinal-Niederlage 2010 in Durban gab es zwei Siege.

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Das letzte Duell der beiden Giganten endete für Deutschland in der schwarzen Nacht von Sevilla. Vor fast genau zwei Jahren ging das DFB-Team mit 0:6 unter. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw gab wenige Monate später seinen Rückzug nach der EM 2021 bekannt.

Nach zwei Spielen war die Auswahl des DFB erst einmal bei einer WM gescheitert: 1938. Nach einem 1:1 n.V. gegen die Schweiz gab es ein Entscheidungsspiel gegen die Eidgenossen um den Viertelfinaleinzug. Die "Großdeutsche Mannschaft", die nach dem Einmarsch der Wehrmacht auch aus Spielern des aufgelösten Österreichischen Fußball-Bundes bestand, verlor 2:4. Vor vier Jahren in Russland gab es erstmals ein Vorrunden-Aus nach Niederlagen gegen Mexiko und Südkorea und nur einem Sieg gegen Schweden. "Am Ende kommt hoch, dass die Situation eine ähnliche ist, und die Situation fühlt sich nicht gut an", sagte Müller.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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