Fußball

Weniger als von UEFA gefordert 14.000 Fans dürfen zu Münchner EM-Spielen

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Die Arena in München darf sich etwas füllen.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die UEFA fordert trotz der Coronavirus-Pandemie eine Zuschauergarantie von den Spielorten der Fußball-Europameisterschaft. So auch von München. Der Freistaat Bayern entscheidet nun: Es darf nicht ganz so voll werden wie geplant.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann ihre drei EM-Gruppenspiele in München vor Publikum austragen. In der Arena sollen rund 14.000 Zuschauer zugelassen werden. Dies entspricht 20 Prozent der Kapazität (70.000 bei internationalen Spielen). Das beschloss das bayerische Kabinett bei seiner Sitzung in München, wie Ministerpräsident Markus Söder sagte.

"Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben", erklärte Söder. Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden. Die EM-Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept begleitet werden. "Wir wären ein schlechtes Gastgeberland, wenn wir diese 14.00 Zuschauer nicht hätten zulassen können", sagte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte bei der Zusage für den deutschen Spielort eine Zahl von mindestens 14.500 Zuschauern gefordert und schon eine entsprechende Anzahl von Eintrittskarten verlost. Die Stadt München hatte aber mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie keine Garantie abgegeben.

"Alles ist vorbehaltlich der pandemischen Lage", hatte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betont. Bilbao und Dublin verloren im Gegensatz zu München ihre EM-Gastgeberrollen wegen der fehlenden Zusage in der Fan-Frage. EM-Spiele mit Fans in München "könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben", hatte DFB-Organisationschef Philipp Lahm gesagt. Die Gesundheit müsse aber an erster Stelle stehen.

Für die Landeshauptstadt wurde in einem sogenannten Leitszenario eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern als realistisch eingestuft. Münchner Planspiele reichten aber auch von Geisterspielen bis hin zu einer Maximalauslastung mit 27.000 Fans. Nun dürfen also bis zu 14.000 Besucher ins Stadion kommen. "Die Behörden vor Ort entscheiden vor den Spielen, ob Zuschauer zugelassen werden oder nicht", hatte UEFA-Boss Aleksander Ceferin erklärt.

Aiwanger sprach sich zuletzt angesichts der sinkenden Corona-Zahlen für das Szenario mit rund 15.000 EM-Zuschauern in der Allianz Arena aus. "Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön", sagte er im BR Fernsehen: "Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!"

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn. Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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