Fußball

Sturmjuwel in der Formkrise Arp-Wechsel nach München wohl seit Monaten fix

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Überzeugt im Pokal gegen Nürnberg seit langem mal wieder und könnte dem HSV sehr bald den Rücken kehren: Jann-Fiete Arp.

(Foto: imago/Nordphoto)

Mit einem sehenswerten Bundesliga-Debüt für den HSV spielt sich Jann-Fiete Arp auf die Zettel vieler europäischer Spitzenklubs. Nach monatelanger Hängepartie mit dem FC Bayern als Top-Interessent wird nun bekannt: Der Wechsel ist wohl längst fix. Pikant könnte für die Hamburger vor allem der Zeitpunkt sein.

Nach monatelanger Hängepartie um das Hamburger Sturmjuwel Jann-Fiete Arp sickert nun durch: Der Wechsel des 19-jährigen HSV-Eigengewächses zum FC Bayern München ist angeblich bereits seit Juli 2018 fix. Wie die "Bild" berichtet, sieht die Vereinbarung eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro vor und verspricht Arp ein Jahresgehalt von rund fünf Millionen Euro – bei einer Laufzeit von zunächst wohl vier Jahren.

Besonders pikant: Es gibt laut "Bild" keinen fest vorvereinbarten Wechselzeitpunkt. Der FC Bayern und Arp entscheiden gemeinsam frei darüber, ob der Transfer im Sommer 2020 oder schon nach der laufenden Saison vollzogen wird. Der HSV hat dem Vernehmen nach in dieser Frage kein Mitspracherecht mehr.

Titz weg, Arp in der Versenkung

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Der Nachwuchsstar, 2017 noch mit der Fritz-Walter-Medaille als größtes U17-Talent ausgezeichnet, steckt jedoch in dieser Saison in einer handfesten Formkrise. Erst im Pokalspiel am Dienstag gegen den 1. FC Nürnberg machte er sein erstes Spiel über volle 90 Minuten. Ob er also beim gegenwärtigen Leistungsstand über die zweite Mannschaft der Bayern hinauskäme, ist fraglich.

Im Herbst 2017 debütierte Arp mit zwei Toren in seinen ersten drei Bundesligaspielen aufsehenerregend und spielte sich schnell auf die Zettel vieler europäischer Top-Klubs. Darauf folgte ein langes Hin und Her, hauptsächlich mit dem FC Bayern als größtem Interessenten. Arp soll nach "Bild"-Informationen den Münchenern aber zunächst eine Absage erteilt und später bei einem Verkauf auf eine Leihe zum HSV bestanden haben, den er nicht verlassen wollte. Die Bayern hingegen wollten ihn bevorzugt nach Hoffenheim oder zu einem anderen Klub als dem HSV verleihen.

Auch die Entwicklung bei den Hamburgern selbst dürfte nun einen Einfluss auf die Abwicklung des Transfers haben. Arp erhoffte sich wohl einen weiteren Aufstieg unter seinem Förderer Christian Titz als HSV-Coach. Der jedoch überstand in der Saison nur die ersten zehn Spiele, Arp ist über weite Strecken ein Schatten seiner selbst und hat seit seinem spektakulären Bundesliga-Einstand nur ein Tor für die erste Mannschaft des HSV geschossen: In der ersten Pokal-Runde gegen die Amateurmannschaft des Oberligisten TuS Erndtebrück.

Quelle: n-tv.de, mra

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