Fußball

Kein Besuch beim Training Arsenal verhindert Löws Aussprache mit Özil

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Mesut Özil soll wohl vorerst nicht mit Bundestrainer Löw sprechen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der englische Fußball-Klub FC Arsenal will wohl mit der Erdogan-Affäre um den ehemaligen Nationalspieler Mesut Özil abschließen. Der neue Trainer Unai Emery soll jetzt Bundestrainer Joachim Löw einen Besuch auf dem Trainingsgelände verweigert haben.

Der FC Arsenal hat einen Trainingsbesuch von Bundestrainer Joachim Löw und damit einen Kontakt mit dem aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetretenen Mesut Özil verhindert. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Löw und Manager Oliver Bierhoff wollten demnach ihren Besuch in London am Sonntag und Montag anlässlich der Weltfußballer-Gala nutzen, um mit dem Arsenal-Profi Özil ins Gespräch zu kommen.

Trainer Unai Emery soll verboten haben, dass Löw und Bierhoff beim Regenerationstraining am Montag auf dem Vereinsgelände zusehen. "Wir hätten uns gerne mit Mesut unterhalten. Aber wir müssen akzeptieren, dass er momentan das Gespräch mit uns nicht haben will", sagte Bierhoff der "Bild". Nach Angaben der Zeitung unterhielt sich Löw im Besucherzentrum des Premier-League-Clubs mit Torwart Bernd Leno und Shkodran Mustafi. Mit Per Mertesacker, dem Jugendleiter von Arsenal, aßen Löw und Bierhoff auf dem Gelände zusammen Mittag.

Özil für Löw nicht zu erreichen

Nach eigenen Aussagen hatte Löw nach Özils Rücktritt mehrfach versucht, den 29-Jährigen telefonisch zu erreichen, allerdings ohne Erfolg. Oliver Bierhoff soll jedoch mit Özils Berater Erkut Sögüt telefonisch Kontakt gehabt haben. "Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich dazu nicht äußern möchte", wollte Sögüt den Trainingsbesuch Löws gegenüber der "Bild"-Zeitung nicht weiter kommentieren.

Özil war nach dem WM-Aus aus dem Team zurückgetreten. Er fühlte sich vom DFB in der Affäre um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan alleingelassen und äußerte in einer dreiteiligen Social-Media-Botschaft im Juli Rassismusvorwürfe gegen den Verband.

Erdogan hatte jüngst sein Unverständnis über die Aufregung um das Foto mit den deutschen Nationalspielern Özil und Gündogan geäußert. "Es gibt nichts zu bedauern", sagte er und verwies auf das Treffen zwischen Lothar Matthäus mit Wladimir Putin. "Unsere Spieler sollten auch in der Lage sein, mit freiem Gewissen handeln zu können. Ich bedauere die Personen, die das kritisieren."

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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