Fußball

Kein Kreuzband-Totalschaden BVB-Pechvogel Reus hat Glück im Unglück

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(Foto: imago/DeFodi)

Borussia Dortmund und sein Dauerpatient Marco Reus können durchatmen. Die Kreuzbandverletzung beim BVB-Star ist kein Riss, sondern nur ein Anriss. Beim Korso durch Dortmund feiern 250.000 Fans den Pokalsieger. Offen bleibt die Zukunft von Thomas Tuchel.

Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat sich im DFB-Pokal-Finale mit Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt (2:1) einen Teilriss des Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Das ergab nach Informationen der "Bild"-Zeitung die Untersuchung des 27-Jährigen nach der Rückkehr nach Dortmund. Reus soll damit sechs bis acht Wochen ausfallen.

Unmittelbar nach dem Pokalfinale, in dem Reus in der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt werden musste, war ein Durchriss befürchtet worden. Damit wäre der Offensivspieler mehrere Monate ausgefallen. Reus hatte sich bereits in der 8. Minute verletzt, als er im Rasen hängen geblieben war. Dennoch spielte er bis zur Halbzeitpause weiter, konnte aber nicht mehr sprinten. Laut BVB-Coach Thomas Tuchel habe Reus "ein Schlagen im Knie" gespürt.

Während das BVB-Team nach seiner Rückkehr nach Dortmund mit einem Lkw vom Flughafen zur Pokalfeier am Borsigplatz gefahren wurde, ging es für Reus direkt zur Untersuchung ins Krankenhaus. Erst kurz vor der Ankunft des schwarzgelbe Feierkorsos stieß Reus zum Team. Als er verspätet auf den BVB-Truck geklettert war, bespritzte Tuchel die Fans mit Champagner und gönnte sich einen großen Schluck aus der Magnumflasche.

Feiertag in Dortmund

Laut Medienangaben wurden die Dortmunder Pokalsieger von bis zu 250.000 Fans gefeiert. Mehrere zehntausend BVB-Anhänger standen jeweils am Borsigplatz, Hansaplatz und Friedensplatz. Auch an der gesamten Wegstrecke des Trucks, auf dem die Spieler durch Dortmund fuhren, jubelten zahlreiche Fans ihren Helden zu.

Nach zwei Ehrenrunden über den wartenden Fans am Borsigplatz war der BVB mit einer rund halbstündigen Verspätung in der Heimat gelandet. Der DFB-Pokal stand während des Fluges EW1909 im Cockpit. "Wir reisen mit Handgepäck", schrieb der BVB unter ein entsprechendes Foto auf dem offiziellen Twitterkanal, der kurzfristig in "Pokalsieger 2017" umgetauft wurde.

Watzke: "Wir reden diese Woche"

Manager Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verbargen ihre Augen unter großen Sonnenbrillen. "Wir hatten erst ein gesetztes Bankett, dann sind wir direkt in den Feiermodus übergegangen. Kein Spieler ist nach Hause gekommen, als es noch hell war", berichtete Zorc im WDR.

Watzke schwärmte mit heiserer Stimme: "Ich liebe diesen Verein, ich bin stolz auf diesen Verein und bin glücklich. Und ich kann versichern: Das wird nicht der letzte Umzug in Dortmund gewesen sein." Zu Gesprächen über die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel äußerte sich Watzke nicht: "Wir reden diese Woche."

Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa