Fußball

Er war ein Impfskeptiker Bayern-Star Joshua Kimmich ist geimpft

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"Impfung erledigt", scheint Kimmich zu sagen.

(Foto: IMAGO/Sven Simon)

Es ist der Aufreger des Herbstes: Nationalspieler Joshua Kimmich ist nicht geimpft. In einem TV-Interview erläutert er seine Bedenken, löst damit eine Debatte aus, die bis zur Bundesregierung eskaliert. Jetzt soll er die erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen haben. Eine Bestätigung steht noch aus.

Joshua Kimmich ist gegen das Coronavirus geimpft, berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Star des FC Bayern München soll bei einem Mannschaftsabend Anfang März einen 2G-Nachweis vorgezeigt und damit auch innerhalb der Mannschaft Zweifel über seinen Impfstatus ausgeräumt haben. Nach seiner Corona-Infektion im November wäre er somit grundimmunisiert. Weitere Details sind bislang noch nicht bekannt. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Kimmich ist aktuell noch nicht bei der Nationalmannschaft, die sich in Frankfurt auf die kommenden Test-Länderspiele gegen Israel (Samstag) und die Niederlande (Dienstag) vorbereitet. Er trainiert weiterhin in München, um der Geburt seines dritten Kindes beizuwohnen. Diese steht unmittelbar bevor.

Kimmich hatte im vergangenen Oktober als Impfskeptiker Schlagzeilen gemacht. Der Nationalspieler hatte seine ausbleibende Impfung mit "ein paar Bedenken, gerade was fehlende Langzeitstudien angeht" erklärt. Nach zweimaliger Quarantäne als ungeimpfte Kontaktperson und einer sich direkt an die zweite Quarantäne anschließenden Infektion war der Mittelfeldspieler des FC Bayern München für insgesamt sechs Ligaspiele ausgefallen. Trotz eines milden Verlaufs hatte Kimmich Probleme mit der Lunge. Die verhinderten eine schnellere Rückkehr. Zum Zeitpunkt seiner Infektion hatte er bereits eine Impfung geplant, hieß es damals.

Lauterbach bietet Kimmich Aufklärung an

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Kimmich stand im Zentrum vieler Debatten und wurde zu einer der Symbolfiguren in Deutschlands Ringen mit dem Coronavirus und der im späten Herbst dominierenden Diskussion über die unzureichenden Impfzahlen. Der Fall erreichte schnell auch die Bundesregierung. "Ich bin Nationalspieler, ich bin Spieler vom FC Bayern München - und trotzdem bin ich irgendwo auch nur ein Mensch, der eben auch Ängste und Bedenken hat", hatte Kimmich im Dezember in einem ZDF-Interview gesagt.

Zuletzt hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angeboten, den Bayern-Star höchstpersönlich zu impfen und ihn über "alle Risiken" aufzuklären. "Die sind bei einer Nichtimpfung deutlich höher", hatte der SPD-Mann Anfang Februar in einem Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte" erklärt.

Quelle: ntv.de, sue

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