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Nations League im Corona-Griff Bayern-Star besiegelt Schwedens Abstieg

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Coman ist der französische Matchwinner.

(Foto: AP)

Für Schweden endet diese Nations-League-Saison bitter. Die Skandinavier steigen in die B-Division ab - weil ein Star des FC Bayern trifft. Besser ergeht es Vizeweltmeister Kroatien. Und am lautesten jubelt wohl der Kleinste: die Fußball-Nationalmannschaft der Färöer.

Vizeweltmeister Kroatien hat in der Fußball-Nations-League den Klassenerhalt in der A-Division geschafft. Dem Balkan-Team reichte gegen Europameister und Titelverteidiger Portugal in der Gruppe A3 auch ein 2:3 (1:0) zum Verbleib in der höchsten Kategorie, da der frühere WM-Dritte Schweden beim schon vorher als Gruppensieger feststehenden Weltmeister Frankreich 2:4 (1:2) verlor und damit aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Kroatien in die B-Division absteigen muss.

Die Abstiegsfrage in Deutschlands Gruppe A4 musste unterdessen vertagt werden. Durch die Absage des Keller-Duells zwischen Schlusslicht Schweiz und der Ukraine wegen der anhaltenden Corona-Problematik bei den Osteuropäern muss nun die Disziplinarkommission des Europa-Verbandes Uefa entscheiden. Kroatien musste nach einer verspielten Führung und dem vermeintlich schon rettenden 2:2 gegen Portugal durch zwei Tore von Mateo Kovacic (29.) durch den Siegtreffer des zum zweiten Mal erfolgreichen Ruben Dias (52. und 90.) zitternd auf den Abpfiff in Frankreich warten. Die Iberer um Superstar Cristiano Ronaldo waren zuvor durch Joao Felix (60.) gegen die nach einer Gelb-Roten Karte gegen Marko Rog (51.) dezimierten Platzherren erstmals in Führung gegangen, ehe bei den Kroaten der Wolfsburger Bundesliga-Profi Josip Brekalo ins Spiel kam (64.).

Schweden hatte in Frankreich nach seiner frühen Führung durch Viktor Claesson (5.) durchaus hoffen können. Doch die "Equipe tricolore" drehte die Begegnung durch Treffer von Oliver Giroud (16.) und Benjamin Pavard (36.) von Triple-Gewinner Bayern München noch vor der Pause. Für die Entscheidung zugunsten des WM-Champions, bei dem Pavards Klubkollege Lucas Hernandez und Borussia Mönchengladbachs Torjäger Marcus Thuram in der Anfangsformation standen, sorgte erneut Giroud (59.). Zwar kamen die Nordeuropäer durch den eingewechselten Mainzer Bundesliga-Spielers Robin Quaison (88.) noch einmal in die Nähe des benötigten Remis, doch Münchens ebenfalls erst im zweiten Durchgang ins Spiel gekommene Champions-League-Held Kingsley Coman (90.+5) besiegelte letztlich Schwedens Abstieg.

Färöer bejubeln Aufstieg

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Die Absage des Spiels zwischen der Schweiz und der Ukraine in Luzern erfolgte rund sechs Stunden vor dem geplanten Anpfiff. Dem Beschluss waren weitere Corona-Infektionen bei den Gästen und eine behördliche Quarantäne-Anordnung für die gesamte ukrainische Mannschaft vorausgegangen. Die Ukrainer, die schon am vergangenen Wochenende vor dem Duell mit deutschen Elf in Leipzig (1:3) mit den Folgen eines Corona-Ausbruchs zu kämpfen hatten, konnten damit nach Uefa-Angaben weder für den ursprünglichen Anstoß noch für den als Ausweichtermin denkbaren Mittwoch eine spielfähige Mannschaft nominieren. Die Wertung des Spiels, die auch eine Entscheidung über den Klassenerhalt für eines der beiden Teams bedeutet, fällt erst am Grünen Tisch.

In den unteren Klassen schaffte Montenegro in der C1-Gruppe nach einem 4:0 (3:0) gegen Absteiger Zypern den Sprung in die B-Division. Ungewohnter Aufstiegsjubel herrschte auf den Färöern nach dem 1:1 (0:0) im D1-"Endspiel" auf Malta und auch in Gibraltar nach dem 1:1 (1:1) im D2-Finalduell mit Liechtenstein.

Quelle: ntv.de, ara/sid