Fußball

Remis in Prag, Rekord in Lyon Bayern und Wölfinnen schielen aufs Triple

Fridolina Rolfö traf für den FC Bayern München - und nährte den Triple-Traum!

Fridolina Rolfö traf für den FC Bayern München - und nährte den Triple-Traum!

(Foto: imago images / foto2press)

Die Fußballerinnen des FC Bayern München dürfen nach einem Unentschieden in Prag auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League hoffen. Dort könnte der VfL Wolfsburg warten. Der deutsche Meister verliert nur knapp beim Titelverteidiger.

Frauenfußball-Vizemeister Bayern München hat sich eine passable Ausgangsposition für den erstmaligen Halbfinaleinzug in der Champions League erarbeitet. Der Bundesliga-Tabellenzweite kam im Viertelfinal-Hinspiel bei Slavia Prag zu einem 1:1 (0:0). Keine zwei Minuten nach ihrer Einwechslung erzielte Fridolina Rolfö (62.) die verdiente Führung für die Bayern vor 6822 Zuschauern in der Eden Arena. Slavia-Kapitänin Katerina Svitkova (73.) glich per 30-Meter-Schuss aus. Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) am FC Bayern Campus statt.

*Datenschutz

Kommen die Bayern-Frauen weiter, dürfen sie weiter auf das Triple aus Champions League, Meisterschaft und Pokalsieg hoffen: In der Bundesliga liegen die Münchnerinnen punktgleich mit dem VfL Wolfsburg an der Tabellenspitze, im Halbfinale des DFB-Pokals treffen die beiden Spitzenteams am 31. März aufeinander.

Rekordkulisse in Lyon

Gut möglich, dass die Wolfsburgerinnen dann ebenfalls noch im Triple-Rennen sind: Das Team, zuletzt zweimal in Folge Deutscher Meister, verlor sein Viertelfinal-Hinspiel bei Titelverteidiger Olympique Lyon 1:2 (0:2), erspielte sich durch das Auswärtstor aber eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 27. März. In der Neuauflage der Endspiele von 2013, 2016 und 2018 legte der VfL gegen den französischen Serienmeister um die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan einen Fehlstart hin. Eugenie Le Sommer (11.) sowie Wendie Renard (18.) per Kopf nach einer Ecke bestraften mit ihren Treffern ungewohnte Nachlässigkeiten des Bundesliga-Spitzenreiters. Die Führung des Starensembles um Weltfußballerin Ada Hegerberg kam noch vor dem Seitenwechsel zu einem Lattentreffer durch Le Sommer.

Enges Spiel vor großer Kulisse: 17.840 Zuschauer sorgten für einen Rekord.

Enges Spiel vor großer Kulisse: 17.840 Zuschauer sorgten für einen Rekord.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Im zweiten Durchgang einer intensiven Begegnung im Groupama Stadium drängte der VfL erwartungsgemäß auf den im Europapokal so wichtigen Auswärtstreffer. Der Mut des zweimaligen Champions-League-Siegers (2013 und 2014) wurde belohnt: Die aufgerückte Kapitänin Nilla Fischer (64.) köpfte nach einem Freistoß den Anschlusstreffer für die Wölfinnen vor großer Kulisse: 17.840 Zuschauer sorgten für einen Rekordbesuch bei einem Viertelfinal-Spiel in der Women´s Champions League.

Dreimal standen sich beide Mannschaften schon im Endspiel der Women´s Champions League gegenüber, zuletzt im letzten Jahr. Damals hatte der französische Rekord-Titelträger (mit fünf Champions-League-Siegen) das bessere Ende für sich, 1:4 unterlagen die "Wölfinnen" nach Verlängerung.

Quelle: n-tv.de, ter/sid

Mehr zum Thema