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Mittwoch, 23. November 2016

"Mal wieder back to earth kommen": Bayerns Rummenigge watscht Boateng ab

Pleite in Dortmund, Blamage in Rostow: Der FC Bayern rutscht in die Krise - und ein Grund ist die Wackel-Abwehr. Das findet Klubchef Karl-Heinz Rummenigge und nennt dabei Jérôme Boateng namentlich. Auch Kapitän Philipp Lahm schlägt Alarm.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die Abwehr des FC Bayern und allen voran Abwehrchef Jérôme Boateng nach dem peinlichen 2:3 (1:1) in der Fußnall-Champions-League gegen den russischen Underdog FC Rostow kritisiert. "Jerome muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Das ist mir schon seit Sommer etwas zu viel. Es wäre in seinem Sinne und in dem des Klubs, wenn er mal wieder 'back to earth' kommen würde", sagte er beim Bezahlsender Sky.

FC Rostow - FC Bayern 3:2 (1:1)

Tore: 0:1 Costa (35.), 1:1 Azmoun (44.), 2:1 Poloz (49./FE), 2:2 Bernat (52.), 3:2 Noboa (66.)
Rostow: Dschanajew - Kalatschew (87.  Terentjew), Mevlja, Navas, Granat, Kudrjaschow - Gatcan - Jerochin,  Noboa - Azmoun (82. Grigorjew), Polos (90.+3 Ezatolahi)
München: Ulreich - Rafinha, Jerome Boateng (58. Hummels),  Badstuber, Bernat - Thiago - Lahm, Sanches (73. Thomas Müller) -  Costa, Lewandowski, Ribery
Referee: Soares (Portugal) Zus: 15.211
Schüsse: 6:23 Ecken: 2:7
Ballbesitz: 28:72 % Zweikämpfe: 72:64

Boateng war in Rostow nach gut einer Stunde humpelnd ausgewechselt worden, nachdem ihm zuvor in einem seiner schwächsten Spiele für die Münchner zwei spielentscheidende Fehler unterlaufen waren. Zwar nannte Rummenigge Boateng namentlich, doch er nahm auch die gesamte Abwehr in die Pflicht. "Wir haben es besonders in der Defensive schlecht gemacht. Wenn man gegen so eine Mannschaft drei Gegentore kassiert, dann hat man auch nicht verdient zu gewinnen."

Er selbst habe noch nicht zur Mannschaft gesprochen, sagte Rummenigge: "Wenn, dann muss das der Trainer machen." Carlo Ancelotti übernahm die "volle Verantwortung für die Niederlage" und betonte: "Ich bin richtig enttäuscht. Vor allem über das Ergebnis und über unserem Auftritt. Alle stehen jetzt in der Verantwortung."

"Krise ist vielleicht zu viel, aber ..."

Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren hat der FC Bayern zwei Pflichtspiele nacheinander verloren. Entsprechend ernst kommentierte Bayern-Kapitän Philipp Lahm die Blamage beim Bezahlsender Sky: "Krise ist vielleicht zu viel, aber wir müssen schnellstmöglich unsere Fehler abstellen. Wir sind aktuell ein bisschen sorglos, wir wissen nicht, dass der Gegner auch Tore machen kann."

"Im Moment ist es schwierig für uns", bekannte Ancelotti, und Lahm blickte schon mit ein wenig Sorge auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky). "Am Samstag wartet der nächste schwere Gegner", mahnte er. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge hat das Spiel als richtungweisend bezeichnet - es wird das erste unter dem wiedergewählten Präsidenten Uli Hoeneß sein.

Fehlen könnte dann der kritisierte Boateng, er droht länger auszufallen. Der Weltmeister zog sich in Rostow nach eigenen Angaben eine Muskelverletzung im vorderen Oberschenkel zu. Eine genaue Untersuchung solle am Donnerstag Aufschluss über die Schwere der Blessur geben, kündigte er an. In diesem Jahr hatte Boateng nach zwei Muskelbündelrissen im Oberschenkel bereits längere Zeit aussetzen müssen.

Quelle: n-tv.de