Fußball

Schweinsteigers Nachfolger gesucht Boateng ist bereit, DFB-Kapitän zu werden

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Bastian Schweinsteiger ist weg und Jérôme Boateng würde gerne nachfolgen.

(Foto: dpa)

Bastian Schweinsteiger hat seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft verkündet - nun ist ein Posten unbesetzt. Es fehlt ein Anführer für die DFB-Elf. Favorit ist Manuel Neuer, doch auch Jérôme Boateng will im Kapitänspoker mitmischen.

Weltmeister Jérôme Boateng würde nach dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger gerne dessen Nachfolge als Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft antreten. "Ich wäre jedenfalls bereit", sagte der aktuell verletzte Nationalspieler des FC Bayern München der "Bild"-Zeitung in New York. Der 27-Jährige ist dort zum Team des deutschen Rekordmeisters gestoßen, das im letzten Spiel der USA-Reise auf Real Madrid trifft.

  Es sei eine Ehre, Kapitän der Nationalelf zu sein, erklärte Boateng. "Das ist ein wichtiges Amt. Du repräsentierst dein Land, du hast Verantwortung." Die Nationalmannschaft verfüge jedoch über einige starke Führungsspieler. Selbst wenn es für den gebürtigen Berliner reichen sollte, steht fest: "Den einen Boss gibt es nicht."

Bundestrainer Joachim Löw werde sicher die richtige Entscheidung treffen, so der 66-malige Nationalspieler. Favorit auf das vakante Amt ist allerdings Nationaltorhüter Manuel Neuer. Der Vereinskollege von Boateng fungierte bei der EM in Frankreich schon als Turnierkapitän, weil Schweinsteiger nur im verlorenen Halbfinale gegen Frankreich in der Startelf stand. Für den scheidenden Kapitän empfindet Boateng großen Respekt: "Es hört ein sehr großer Spieler auf", erklärt er der Zeitung.

"Lieber länger pausieren"

Das nächste Länderspiel findet am 31. August in Mönchengladbach gegen Finnland statt. Erst dann dürfte Löw den Schweinsteiger-Nachfolger benennen. Boateng hatte sich beim 0:2 in Marseille einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zugezogen. In New York unterzog er sich noch einmal einer Kontrolluntersuchung. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt, es sehe aber alles gut aus, berichtete Boateng.

Als Ziel für ein Comeback nannte der Innenverteidiger in dem Blatt zwar den Bundesligastart am 26. August gegen Werder Bremen, aber dafür dürfte es eher nicht reichen. Boateng sagte auch selbst, dass er "lieber etwas länger pausieren" werde. Es ist immerhin bereits seine zweite schwere Muskelverletzung in diesem Jahr. Bei der EM musste Boateng bereits vorzeitig das Spielfeld verlassen, deshalb habe er "auch das Finale gar nicht mehr geschaut. Nur nachgelesen".

Quelle: ntv.de, lsc/dpa

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