Fußball

Aue klärt spät auf der Linie Bochum verpasst den Sprung auf Platz eins

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Bochums Keeper Manuel Riemann streckte sich gewaltig, musste aber trotzdem einmal hinter sich greifen und verlor mit dem VfL.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Am 22. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga verpasst es der VfL Bochum, an Spitzenreiter aus Hamburg vorbeizuziehen. Bei Erzgebirge Aue drückt der Tabellenzweite am Ende gewaltig, den Rückstand aus der verschlafenen ersten Hälfte kann er aber nicht drehen. Braunschweig gelingt ein Befreiungsschlag.

Erzgebirge Aue - VfL Bochum 1:0 (1:0)

Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat den zumindest vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Die Westfalen verloren bei Erzgebirge Aue nach zuletzt zwei Siegen in Serie 0:1 (0:1) und könnten im weiteren Verlauf des Spieltags vom zweiten Aufstiegsplatz auf den Relegationsrang abrutschen. Die Gastgeber hingegen stellten nach nur einem Punkt aus den vorherigen drei Spielen durch das Siegtor von Gaetan Bussmann (29.) vorläufig Kontakt zum oberen Tabellendrittel her.

Bochum trug im ersten Abschnitt schwer an seiner Favoritenrolle. Zwar hatte das Team von VfL-Trainer Thomas Reis durch einen Pfostentreffer von Gerrit Holtmann die erste Großchance des Spiels, doch danach erspielten sich die engagierten Platzherren ein Übergewicht. Noch vor Bussmanns Treffer verhinderte Bochums Torhüter Manuel Riemann mit zwei Paraden einen früheren Rückstand seines Teams gegen die Sachsen, deren Schlussmann Martin Männel durch sein 419. Pflichtspiel im Veilchen-Trikot zum Rekordspieler der Erzgebirgler avancierte.

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gäste zwar um mehr Druck, blieben aber zunächst lediglich dank Riemann im Spiel und kamen zu keinen nennenswerten Torgelegenheiten. Insgesamt ließ Bochum zündende Ideen zur Überwindung von Aues Abwehr bis zur Schlussoffensive lange vermissen. Auch der Schwung und die Zielstrebigkeit der vorherigen VfL-Auftritte blitzte bestenfalls punktuell auf. In der 82. Minute klärte die Auer Hintermannschaft nach einem Torwartfehler gerade noch so auf der Linie. Es blieb beim knappen 1:0.

Eintracht Braunschweig - SSV Jahr Regensburg 2:0 (2:0)

Eintracht Braunschweig hat zumindest vorläufig einen direkten Abstiegsplatz verlassen. Der Aufsteiger besiegte Jahn Regensburg mit 2:0 (0:0) und feierte nach drei Niederlagen in Serie einen wichtigen Erfolg. Mit 20 Punkten macht die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer zudem Druck auf den arg schwächelnden niedersächsischen Rivalen VfL Osnabrück (22), der seine letzten sieben Spiele verlor.

Kapitän Jannis Nikolaou (58.) und der frühere Zweitliga-Torschützenkönig Nick Proschwitz (65.) stellten den zweiten Braunschweiger Erfolg aus den letzten zwölf Spielen sicher. DFB-Pokal-Viertelfinalist Regensburg mit seinen 26 Punkten muss sich tendenziell nach unten orientieren. Dabei war der Gast aus Bayern das aktivere Team im ersten Durchgang, David Otto fand bei einem Kopfball (8.) und einem Fallrückzieher (28.) in Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic seinen Meister. Ein Klärungsversuch des Löwen-Verteidigers Nico Klaß in der 26. Minute landete am Pfosten.

Braunschweig brauchte lange, um gefährlich zu werden. Dominik Wydra hatte nach 41 Minuten eine Großchance, sein Schlenzer verfehlte das Tor aber knapp. Nach dem Seitenwechsel war der deutsche Meister von 1967 aber voll da, jeweils nach Flanken waren Nikolaou und Proschwitz aus wenigen Metern per Kopf zur Stelle.

Quelle: ntv.de, dbe/sid