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Heimspiel in Nikosia? Warum nicht?
Heimspiel in Nikosia? Warum nicht?(Foto: imago/Schüler)
Donnerstag, 08. November 2018

5000 SGE-Fans auf Zypern: Bundesligatrio setzt zu Europaligasprung an

Gewinnt die Frankfurter Eintracht bei Apollon Limassol, steht sie in der nächsten Runde der Fußball-Europaliga. Das gilt auch für RB Leipzig vor der Partie bei Celtic Glasgow. Leverkusen spielt gegen den FC Zürich. Und Trainer Heiko Herrlich hofft auf Konstanz und damit Ruhe.

Sieh' an, die Eintracht: Am vierten Spieltag in der Europaliga können die Fußballer aus Frankfurt das Weiterkommen in der Europaliga perfekt machen, indem sie beim Außenseiter Apollon Limassol gewinnen. Leipzig ist seit zehn Spielen unbesiegt. Wenn die Rasenballsportler diese Serie auch bei Celtic Glasgow fortsetzt, könnten sie sich ebenfalls das Überwintern in Europas zweiter Liga sichern. Und Bayer 04? Vor der Partie gegen den FC Zürich wünscht sich Trainer Heiko Herrlich von seiner doch sehr wankelmütigen Mannschaft endlich Konstanz und damit Ruhe. Auch die Leverkusener können den Sprung in die nächste Runde schaffen.

Apollon Limassol - Eintracht Frankfurt, 18.55 Uhr

Mit kraftvollem Fußball möchte der DFB-Pokalsieger gerne in der Gruppe H vorzeitig in die K.o.-Phase der Europaliga stürmen. Da böte es sich für die Frankfurter an, an diesem Donnerstag (ab 18.55 Uhr bei DAZN) bei Apollon Limassol die respektable Serie von sieben Spielen ohne Niederlage auszubauen und das Ticket für das Sechzehntelfinale zu buchen.

Jubilar in spe: Gelson Fernandes.
Jubilar in spe: Gelson Fernandes.(Foto: imago/ActionPictures)

Die Ausgangslage: Ein Sieg - und die Eintracht steht definitiv in der nächsten Runde. "Wir haben eine große Chance, und die wollen wir nutzen", umschrieb Trainer Adolf Hütter die Marschrichtung für das Gastspiel beim Tabellendritten der First Divison auf Zypern. "Wir sind hierhergekommen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen", sagte Mittelfeldspieler Gelson Fernandes. Das klingt doch insgesamt nach einem guten Plan.

Der Jubilar: Apropos Fernandes - der 32 Jahre alte Nationalspieler aus der Schweiz steht vor seinem 25. Europacupspiel. Allerdings war er zuletzt angeschlagen. "Sein Einsatz ist ein wenig wacklig", sagte Hütter. Der Spieler selbst gibt nicht viel auf das Jubiläum und sagt nur: "Wichtig sind nur die Punkte für die Mannschaft."

Limassol - Frankfurt, 18.55 Uhr

Apollon Limassol: Vale - Pedro, Kyriakou, Roberge, Vasiliou - Markovic, Sachetti - F. Pereyra, Papoulis, Carayol - Maglica. - Trainer: Avgousti
SG Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Ndicka - Fernandes - da Costa, Kostic - de Guzman, Müller - Haller, Rebic. - Trainer: Hütter
Schiedsrichter: Tiago Martins (Portugal)

Das Sturm-Trio: Ob Hütter sein Traum-Trio Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic wieder gemeinsam stürmen lässt wie beim 3:0 in Stuttgart in der Liga, ließ der Österreicher offen. "Ich werde nicht vor jedem Spiel die Frage beantworten, ob alle Drei spielen."

Der Gegner: Egal, wer aufläuft - Frankfurts Trainer erwartet mehr Gegenwehr als beim 2:0 im Hinspiel. "Sie haben schon Qualität und werden ein anderes Gesicht zeigen. Es wird keine leichte Aufgabe."

Die Fans: Unterstützt wird die Eintracht im Gymnastikos-Syllogos Pankipria-Stadion in Zyperns Hauptstadt Nikosia, in dem Apollon seine internationalen Heimspiele austrägt, von mehr als 5000 Anhängern. "Es ist phänomenal, welche Strapazen sie auf sich nehmen, um uns zu unterstützen", sagte Hütter. "Das wollen wir mit einer guten Leistung zurückgeben."

Celtic Glasgow - RB Leipzig, 21 Uhr

Seinen Spielern gönnte Trainer Ralf Rangnick vor diesem richtungweisenden Spiel gar ein wenig Alkohol. In Maßen, nicht in Massen, dann stört das der Leistung nicht. Und die ist bei den Leipzigern in Glasgow gefragt, wollen sie das Überwintern in der K.o.-Runde vorzeitig perfekt machen - oder zumindest einen großen Schritt dahin machen. "Wer möchte, kann ein Gläschen Rotwein trinken. Das ist am Abend vor dem Auswärtsspiel erlaubt."

Er fehlt: Timo Werner.
Er fehlt: Timo Werner.(Foto: imago/Eibner)

Das Personal: Verzichten muss Red Bull auf Timo Werner, Yussuf Poulsen und Emil Forsberg. Werner plagt eine Zehenverletzung, Poulsen hat muskuläre Rückenprobleme. Der an der Leiste verletzte Schwede Forsberg, der schon einige Zeit fehlt, steht dem Team frühestens nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung. Die Gastgeber sind fast wieder in Bestbesetzung, nachdem beim Hinspiel mehrere Leistungsträger gefehlt hatten.

Die Ausgangslage: Die Sachsen sind in der Gruppe B mit sechs Punkten Zweiter hinter Spitzenreiter Red Bull Salzburg (9). Sollten bei einem Leipziger Sieg die Österreicher mit dem Leipziger Trainer Marco Rose parallel in Trondheim nicht verlieren, wäre RB vorzeitig für die K.o.-Runde nach der Winterpause qualifiziert. Das Hinspiel gegen Glasgow hatte RB mit 2:0 gewonnen. Aber in dieser Saison ist Celtic zu Hause noch ungeschlagen und jetzt in Top-Form. Am vergangenen Wochenende gewann das Team von Trainer Brendan Rodgers bei Spitzenreiter Hearts of Midlothian mit 5:0 und rückte bis auf einen Punkt heran.

Glasgow - Leipzig, 21 Uhr

Celtic FC: Gordon - Lustig, Benkovic, Boyata, Tierney - McGregor, Ntcham - Sinclair, Rogic, Forrest - Edouard. - Trainer: Rodgers
RB Leipzig: Mvogo - Klostermann, Upamecano, Orban, Halstenberg - Laimer, Ilsanker, Kampl - Bruma, Augustin, Cunha. - Trainer: Rangnick
Schiedsrichter: Javier Estrada (Spanien)

Die Stärke: Die Abwehr ist das Leipziger Prunkstück und wettbewerbsübergreifend seit sechs Partien ohne Gegentor. Neun Gegentreffer in zehn Ligapartien, eins im DFB-Pokal, vier in der Europaliga und fünf in den sechs Qualifikationsspielen: 19 Gegentore in mittlerweile 22 Pflichtspielen sind ein starker Wert.

Die Atmosphäre: Die Stimmung im Celtic Park ist legendär. 60.000 Fans gehen rein. "Vor allem die Flutlichtspiele sind einzigartig. Sowas habe ich noch nie erlebt und das wird auch für einige Leipziger Spieler etwas sein, was sie so noch nicht kennen. Das lässt sich auch nicht mit Dortmund vergleichen", sagte der Ex-Leipziger Marvin Compper, der jetzt in Glasgow spielt.

Bayer 04 Leverkusen - FC Zürich, 21 Uhr

2:3, 6:2, 5:0, 1:4 - Leverkusen steht für Spektakel. Nicht immer zur Freude von Trainer Heiko Herrlich: "Wir haben uns ja fast schon daran gewöhnt, dass es unruhig ist." Aber: Mit einem Sieg gegen den FC Zürich und einem Remis im Parallelspiel zwischen Rasgrad und Larnaka kann sein Team den Einzug in die K.o.-Runde bereits perfekt machen kann. "Diese Sehnsucht nach Ruhe ist immer da, unabhängig von der Achterbahnfahrt, die wir hinter uns haben", sagte Herrlich: "Natürlich ist es unser Ziel, wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen."

Leverkusen - Zürich, 21 Uhr

Bayer 04 Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, Dragovic, Wendell - Lars Bender, Kohr (Aranguiz), Baumgartlinger - Brandt, Havertz - Volland. - Trainer: Herrlich
FC Zürich: Brecher - Rüegg, Bangura, Maxsö, Pa Modou - Domgjoni, Hekuran Kryeziu - Winter, Marchesano, Kololli - Odey. - Trainer: Magnin
Schiedsrichter: Pawel Gil (Polen)

Die Defensive: Die Erkenntnis aus den Tor-Festivals mit nicht immer gutem Ausgang: Bayer muss endlich defensiv stabil werden. "Wir haben sehr viele Tore geschossen", sagte der Trainer. "Aber wir haben definitiv zu viele Gegentore bekommen. Und sie sind teilweise auch viel zu einfach gefallen." Deshalb müsse es "das vorrangige Ziel sein, dass wir weniger Gegentore bekommen. Am Donnerstag, am Sonntag und am besten für die ganze Saison."

Das Personal: Der zuletzt sehr starke Karim Bellarabi, der nach abgelaufener Rotsperre in fünf Partien sieben Mal traf, und Abwehrchef Sven Bender werden wegen muskulärer Probleme geschont. Dafür ist Charles Aranguiz, der wegen Patellasehnen-Problemen in dieser Saison noch nie im Kader stand, ein Kandidat für die Startelf. Gleiches gilt für Julian Baumgartlinger, der am Samstag nach mehr als dreimonatigem Ausfall wegen eines Innenbandrisses, sein Comeback als Einwechselspieler gab.

Die Bewährungschance: Die könnte Lucas Alario bekommen. Der Argentinier kam in den jüngsten vier Spielen nur einmal für neun Minuten zum Einsatz. Herrlichs sagt: "Wir haben viel rotieren lassen. Aber in den letzten drei Spielen wollte ich das Leistungsprinzip gelten lassen." Alario, der noch ohne Bundesliga-Tor in dieser Saison ist, habe "schon viele Chancen gehabt". Im bisher einzigen Europaliga-Heimspiel gegen Larnaka traf Alario beim 4:2 doppelt.

Die Minuskulisse: Ein volles Haus erwartet Leverkusen nicht, der Verein rechnet nur mit 16.000 Zuschauern. Das Stadion wäre damit nur halb gefüllt.

Der Spielverderber: Im Hinspiel schaffte Trainer Ludovic Magnin mit dem FC Zürich einen historischen Sieg: den ersten im zwölften Europacup-Spiel gegen einen Bundesligisten. Nun hofft er auf den zweiten. "Einmal ist keinmal", sagte der frühere Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart und von Werder Bremen: "Wir wollen Leverkusen wieder ärgern."

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Quelle: n-tv.de