Fußball

Tatort Jugendfußball C-Jugendliche verprügeln Schiedsrichter

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Und wieder ein Symbolbild.

(Foto: imago/MIS)

Brutaler Zwischenfall bei einem C-Jugendspiel in Hannover: Mehrere 14- bis 15-jährige Fußballer treten auf den Schiedsrichter ihrer Partie ein. Das Opfer landet mit Gesichtsverletzungen im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt, die Mannschaft soll aufgelöst werden.

Mohammed El Idrissi ist 18 Jahre alt und in seiner Freizeit Fußball-Schiedsrichter. Am vergangenen Wochenende wurde er bei einem C-Jugendspiel in Hannover brutal zusammengeschlagen. Bis zu 12 Spieler hätten El Idrissi tracktiert, schreibt die "Neue Presse". Als der junge Unparteiische am Boden liegt, traten mehrere Spieler auf ihn ein. Der 18-Jährige habe nach eigener Aussage versucht, sich zu verteidigen, aber "es waren zu viele Angreifer". Das Opfer erlebte dabei "keine Todesangst, aber brutale Gewalt".

Der Vorfall ereignete sich am Samstag in der Kreisliga-Partie zwischen Arminia Hannover III und dem Mühlenberger SV. In der C-Jugend spielen 14- und 15-Jährige. Wegen Pöbeleien wollte El Idrissi die Partie beim Stand von 3:0 für das Heimteam abbrechen. Dann eskalierte die Situation. Nach den Attacken der Gästespieler vom Mühlenberger SV erlitt der Schiedsrichter Gesichtsverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. El Idrissi klagte "über Schmerzen am ganzen Körper. Es wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, Zeugen vernommen.

Mühlenberg kündigt Härte an

Mühlenberg bat das Opfer nach dem Vorfall um Entschuldigung, der Verein überlegt nach Informationen der "Neuen Presse", die C-Jugend aufzulösen. "Wir werden mit aller Härte durchgreifen", zitiert die Zeitung den stellvertretenden Mühlenberger Spartenleiter Michael Cichon. Wahrscheinlich werde die Mannschaft nach einer Sitzung des MSV noch am Montag aufgelöst.

Mühlenberg gilt als soziales Problemviertel Hannovers. Cichon ist Trainer der ersten Mannschaft in der Bezirksliga und Tabellenführer. "Wir haben versucht, positiv aufzutreten, dann passiert so etwas." Unfassbares", klagt er in der "Neuer Presse". An Mühlenberg bleibe jetzt immer etwas hängen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für uns."

Quelle: ntv.de, dsi/dpa

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