Fußball

Am Dienstag gegen die Schweiz DFB-Team muss vor leeren Rängen spielen

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Der DFB versucht angesichts der Infektionszahlen in Köln gar nicht erst, Zuschauer ins Stadion zu bringen.

(Foto: imago images/Moritz Müller)

Noch vor wenigen Tagen spielt die deutsche Nationalmannschaft vor Zehntausenden Zuschauern. In Köln gegen die Schweiz wird sie nun aber wieder auf die Unterstützung durch ihre Fans verzichten müssen. Diese Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt angesichts der steigenden Infektionszahlen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird ihr Nations-League-Spiel gegen die Schweiz am Dienstag (ab 20.45 Uhr in der ARD und im Liveticker bei ntv.de) in Köln ohne Zuschauer austragen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt. Angesichts der hohen Infektionszahlen habe das Kölner Gesundheitsamt in Absprache mit dem Land Nordrhein-Westfalen untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen.

Der DFB verzichtet angesichts der aktuell hohen Werte in Köln auch darauf, einen Antrag auf Zulassung von 300 Zuschauern zu stellen. Das Robert-Koch-Institut weist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 66,3 für Köln aus. Städte, in denen der Wert über 50 liegt, gelten als Risikogebiet.

Für die Länderspiele in Köln am vergangenen Mittwoch gegen die Türkei (3:3) und am Dienstag gegen die Schweiz waren ursprünglich jeweils 9200 Besucher vorgesehen. Der Deutsche Fußball-Bund wollte Freikarten verteilen. Wegen der steigenden Corona-Zahlen wurden gegen die Türkei dann aber doch nur 300 Fans zugelassen, die wenig gegen die Geisterspielatmosphäre tun konnten. Seit Samstag gelten in Köln unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

Gegen die Nationalmannschaft der Ukraine spielte die deutsche Auswahl am Samstag in Kiew vor 17.573 Zuschauern. Bundestrainer Joachim Löw freute sich "auf der einen Seite" über die Tausenden Fans beim Gastspiel der Nationalmannschaft in der von der Corona-Pandemie stark betroffenen Ukraine. "Auf der anderen Seite, klar, weiß man auch, dass es manchmal nicht ganz so ungefährlich ist", sagte Löw in der ARD.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa