Fußball

"Klarer Fehler" - keine Folgen DFB beendet die "Like-Affäre"

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Ilkay Gündogan und Emre Can müssen nach ihrer "Like-Affäre" keine Konsequenzen des DFB fürchten.

(Foto: imago images/Team 2)

Ilkay Gündogan und Emre Can gefällt ein Instagram-Foto ihres Freundes Cenk Tosun. Der posiert darauf mit dem umstrittenen "Salutjubel". Die deutschen Nationalspieler ziehen ihren "Like" wenig später zurück. Der DFB lässt die Affäre nach einem Gespräch mit den Fußballern ruhen.

Die beiden Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can müssen nach ihrer "Like-Affäre" keine Konsequenzen vonseiten des Deutschen Fußball-Bundes fürchten. "Ich verstehe die große Emotionalität bei diesem Thema. Wir haben danach auch mit beiden Spielern gesprochen. Mich haben ihre Erklärungen überzeugt", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Team-Manager Oliver Bierhoff habe am Montag auch noch mal explizit von einem klaren Fehler gesprochen und mit seinen Aussagen unterstrichen, "für welche verbindenden Werte der Verband steht", sagte Curtius.

Mit dem Zurückziehen ihrer Likes des "Salut-Fotos" ihres Freundes, dem türkischen Nationalspieler Cenk Tosun, hätten Gündogan und Can sich "deutlich" distanziert, betonte Curtius: "Sie haben beide klar gesagt, dass sie gegen Krieg sind und gegen jede Form von Gewalt. Ich glaube, das hat in der Türkei sehr viel mehr Aufmerksamkeit erzeugt, als wenn sie geschwiegen hätten." Die "Like-Affäre" war direkt vor dem EM-Qualifikationsspiel des DFB-Teams gegen Estland in Tallinn bekannt geworden. Gündogan hatte beim 3:0-Erfolg zwei Treffer erzielt, Can war bereits nach 14 Minuten mit Rot vom Platz geflogen.

"Nationalspieler sind Vorbilder"

Sowohl die Spieler als auch der Verband hätten aus der "Erdogan-Affäre" vor der WM 2018 gelernt, meinte Curtius. "Diesmal ist nicht geschwiegen worden", sagte er: "Es war wichtig, dass beide Spieler sofort Stellung bezogen haben." Der DFB wünsche sich Nationalspieler, "die neben ihren sportlichen Fähigkeiten einen starken Charakter entwickeln. Dazu gehört auch die Teilnahme an politischen Diskursen. Eine solche Entwicklung fordern und fördern wir." Grundlage müssten allerdings immer die demokratischen Werte sein. "Nationalspieler sind Vorbilder", betonte Curtius.

Nach der "Erdogan-Affäre" im Mai des vergangenen Jahres waren die involvierten Spieler Gündogan und Mesut Özil beim ersten Länderspiel in Deutschland kollektiv ausgepfiffen und teilweise auch rassistisch angefeindet worden. Den ersten Auftritt für Gündogan und Can mit der Nationalelf nach der "Like-Affäre" gibt's im November. Am 16. spielt das Team in Mönchengladbach gegen Weißrussland (20.45 Uhr). Drei Tage später trifft die DFB-Elf in Frankfurt im letzten Qualifikationsspiel auf Nordirland (auch 20.45 Uhr).

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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